Glossar

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Begriff Definition
pathogen

Griechisch pathos - Leiden und genesis - Entstehung, eine Krankheit verursachend. Als Pathogene werden alle Substanzen oder Organismen zusammengefasst, die eine Erkrankung ursächlich bedingen können.

PEC

Englisch, Abkürzung für predicted environmental concentration - vorhergesagte Umweltkonzentration, theoretischer Wert, der einen Hinweis auf die erwartete Konzentration eines Stoffes (z. B. Nanopartikel) in der Umwelt gibt (Expositionsabschätzung). Berücksichtigt werden bei der Berechnung die ursprünglich vorhandenen oder freigesetzten Mengen, deren Verteilung auf die verschiedenen Umweltkompartimente und die wahrscheinlichen Abbauraten oder die Entfernung aus der Umwelt, entweder künstlich oder natürlich.

Peptid

Bezeichnet ein Molekül, das aus 2 oder mehr Aminosäuren aufgebaut ist, die über Peptidbindungen (chem. Bindung zwischen Carboxyl- und Amino-Gruppe zweier benachbarter Aminosäuren) miteinander verknüpft sind.

Perfusionsmodell

Darunter versteht man ein isoliertes Organ (z.B. Leber oder Plazenta), das im Labor anstelle mit Blut mit einer Nährlösung durchströmt (perfundiert) wird und damit für mehrere Stunden bis Tage für Versuche am Leben erhalten werden kann. Diese Organe stammen aus Organspenden, die immer vom Spender mit seiner schriftlichen Einwilligung freigegeben werden müssen.

Persistenz

Eigenschaft von Stoffen (in der Biologie und Umweltchemie) , unverändert durch physikalische, chemische oder biologische Prozesse über lange Zeiträume in der Umwelt zu verbleiben.

pH-Wert

Latein, Abkürzung für pondus/potentia Hydrogenii - Gewicht/Kraft des Wasserstoffs. Dimensionsloses Maß für die saure oder alkalische (basische) Reaktion einer wässrigen Lösung. Der pH-Wert einer Nanopartikel-Suspension beeinflusst das Verhalten der Partikel in der Lösung (Agglomeration, Löslichkeit, Suspendierbarkeit).

Phagozytose

Griechisch phagein - essen. Mechanismus der Aufnahme von Partikeln bis hin zu kleineren Zellen in eine einzelne eukaryotische Zelle. Partikel werden gewöhnlich als membrangebundene, große Aggregate in Vesikeln, Vakuolen oder Lamellarkörpern (membranumschlossene Zellbestandteile) mittels Phagozytose in die Zellen aufgenommen. Die Phagozytose wird in Säugern in erster Linie durch spezielle Zellen des Immunsystems ausgeführt. Dieser Prozess der Aufnahme ist aktiv und funktioniert reguliert.

Photokatalytische Aktivität

Fähigkeit einiger Nanomaterialien (z.B. TiO2) im Zusammenspiel mit Licht (Sonnenlicht, UV-Licht) als Katalysator eine bestimmten Reaktion („Photoreaktion“) zu beschleunigen. In Falle von TiO2 werden beispielsweise unter Einfluss von Sonnenlicht Radikale (siehe auch ROS) gebildet, welche organische Materialien zersetzen. Dieser Effekt wird für selbstreinigende Oberflächen genutzt.

Pinozytose

Bezeichnet die tröpfchenweise erfolgende Aufnahme flüssiger Stoffe in das Zellinnere.

PNEC

Englisch, Abkürzung für predicted no effect concentration - vorhergesagte Konzentration ohne Effekt. Vorausgesagte Konzentration eines in der Regel umweltgefährlichen Stoffes, bis zu der sich keine Auswirkungen auf die Umwelt zeigen (Wirkungsabschätzung). Wird diese Konzentration also unterschritten, sollten keine negativen Effekte auftreten. PNECs finden vor allem zusammen mit PECs im Risikoquotienten Anwendung bei der Umweltrisikoabschätzung.

Polymer

Griechisch für poly - viel und méros – Teil, aus vielen gleichen Teilen aufgebaut, sind chemische Verbindungen aus gleichen oder gleichartigen Einheiten (sog. Monomeren). Diese Einheiten werden zu Ketten oder verzweigten Molekülen verknüpft.

Primärpartikel

Nanopartikel, die sich zu größeren Verbundsystemen (Agglomerate oder Aggregate) zusammenschließen können.