Fullerene, die auch Bucky Balls genannt werden, bestehen ausschließlich aus Kohlenstoff. Das einfachste, C60 genannt, ist wie ein Fußball aufgebaut: aus 20 Sechs- und 12 Fünfecken, wobei die Ecken jeweils von einem Kohlenstoffatom besetzt sind. Noch gibt es nur sehr wenige Anwendungen für diese Materialklasse.

 

Wie könnte ich damit in Kontakt kommen?

Zwei prominente Anwendungen existieren bereits, jedoch nicht im europäischen Raum. Zum einen werden einige Kunststoffe mit Fullerenen verbessert, zum anderen gibt es eine japanische Firma, die Kosmetika mit Fullerenen herstellt. Da Fullerene die Eigenschaft haben, besonders aggressive Sauerstoffmoleküle abzufangen (Radikalfänger), werden sie relativ teuren Anti-Ageing-Cremes zugesetzt. Auf diesem Weg geraten sie natürlich in direkten Kontakt mit der Haut. Weitere mögliche Anwendungen wurden bisher noch nicht in die Praxis umgesetzt.

 

Wie gefährlich ist das Material für Mensch und Umwelt?

Bisher gibt es keine verlässlichen Studien zu ihrer gesundheitlichen Wirkung auf Mensch oder Tier. Die Verteilung im Körper wurde in einigen Studien untersucht, und es konnte nachgewiesen werden, dass diese doch sehr kleinen Partikel (nur 0,7 nm im Durchmesser) die meisten Gewebebarrieren durchdringen können, wie etwa die Blut-Hirn-Schranke, die Plazentaschranke etc. Hinweise auf Veränderungen im Gewebe und mögliche nachfolgende Erkrankungen gibt es jedoch bisher keine. Dies passiert allerdings nur, wenn einzelne Fullerene auftreten, normalerweise sind sie aber verklumpt (agglomeriert) und dadurch wird das Durchdringen der Gewebebarrieren erheblich reduziert.

 

Fazit

Die produzierte Menge und vor allem die in Produkten tatsächlich eingesetzte Menge ist aktuell weltweit so gering, dass keine negativen Wirkungen davon ausgehen können. Das kann sich ändern, sollten weitere Produkte auf den Markt kommen, zu denen die Fullerene in erheblichen Mengen beigesetzt werden.

 

Nebenbei

  • Eigentlich sind Fullerene zu klein, um zu den Nanomaterialien zu gehören (0,7 nm im Durchmesser). Daher wurde für diese „Moleküle" bei der Definition eines Nanomaterials eine Ausnahme gemacht.