Silber – Aufnahme

Neben dem Hantieren mit Silber(pulvern) am Arbeitsplatz werden Silber Nanopartikel auch in Sprays eingesetzt. Daher spielt die Lunge als Aufnahmeweg für Silber Nanopartikel eine große Rolle, da diese Feinstpartikel nach dem Einatmen in die tiefen Lungenregionen gelangen können und dort in den Blutkreislauf übergehen.

Silber (Nano) Partikel werden aufgrund ihrer anti-mikrobiellen Wirkung vor allem gegen Bakterien und Pilze, weniger gegen Viren, in verschiedenen Konsum- und Medizinprodukten eingesetzt, wie z.B. in Textilien, zur Wundbehandlung (auch bei Verbrennungen) oder für Hautkrankheiten wie Neurodermitis. Aufgabe des Silbers ist es, die Hautoberfläche vor einer übermäßigen Keimbesiedelung zu schützen. Gleichzeitig bedeutet dies dass bei Wundversorgung das Silber als Ion oder auch als Partikel direkt in tiefer liegende Gewebe gelangen kann.

Derzeit ist die Verwendung von Silber Nanopartikeln in Lebensmitteln nicht zugelassen bzw. dort nicht zu finden. Als Lebensmittelfarbe findet man Silber unter der Nummer E174 auf der Zutatenliste von entsprechend gefärbten Zucker-, Konditorei- und Backwaren. Aufgrund ihrer antimikrobiellen Wirkung werden Silber Nanopartikel auch in Lebensmittel-Kontakt-Materialien (z.B. Verpackungsfolien oder auch Plastikaufbewahrungsbehälter) eingesetzt, so dass ein Übergang des Silbers in die Lebensmittel prinzipiell möglich ist. Solche Produkte sind aber derzeit in Deutschland und der EU nicht zugelassen.

Silber ist bekanntermaßen toxisch für Bakterien und Wasserorganismen, weshalb es in seiner Nanoform zu den am häufigsten untersuchten Nanomaterialien gehört. Zwar vergleichen die meisten Studien die Effekte von Silber-Ionen (aus Silbersalzen) mit denen von Silber Nanopartikel, allerdings ist es schwierig, zwischen den Effekten der Partikel und gelöster Ionen zu unterscheiden. Die Frage, ob Nanopartikel oder Silber-Ionen toxischer für die Umweltorganismen sind, ist noch nicht abschließend geklärt.