Feinstaub in der Schweiz 2013: Statusbericht der Eidgenössischen Kommission für Lufthygiene,

Die Eidgenössische Kommission für Lufthygiene (EKL) der Schweiz hat in ihrem aktuell veröffentlichten Bericht "Feinstaub in der Schweiz 2013" die neuesten Forschungsergebnisse zu den Auswirkungen der Feinstaubbelastung auf die Gesundheit der Bevölkerung zusammengefasst und bewertet. Sie empfiehlt, einen zusätzlichen Immissionsgrenzwert für die kleineren Feinstaubpartikel PM2.5 (engl. particulate matter) in der Luftreinhalte-Verordnung (LRV) zu verankern.

 

Originalpublikation

Eidgenössische Kommission für Lufthygiene (EKL) (2013). Feinstaub in der Schweiz 2013: Statusbericht der Eidgenössischen Kommission für Lufthygiene, Bern. 63 S. (PDF, 1.5 MB)

 

In ihrem Bericht empfiehlt die Kommission:

  1. die kurz- und langfristigen Immissionsgrenzwerte der Luftreinhalte-Verordnung (LRV) für PM10 zu belassen
  2. die Feinstaubgrenzwerte mit den wirkungsorientierten, weltweit anwendbaren Richtwerten der WHO in Einklang zu bringen und neu durch einen Jahresmittelwert für PM2.5 in Anhang 7 der LRV zu ergänzen
  3. ein verbindliches 10-Jahres-Zwischenziel für die Reduktion von krebserregendem Ruß auf 20% der heutigen Werte zu setzen.

Somit sind zusätzliche Maßnahmen zur Verminderung der für die Feinstaubbelastung relevanten Emissionen zu treffen, insbesondere bei Dieselmotoren und Holzfeuerungen. Weitere Messgrößen der Feinstaubbelastung (wie z. B. Partikelanzahl, toxische Inhaltsstoffe) sollen an ausgewählten Standorten dauerhaft erfasst und die Definition international anerkannter Referenzmessverfahren vorangetrieben werden.

 

 

Kontakt für Rückfragen

Prof. Dr. N. Künzli
Präsident der Eidgenössischen Kommission für Lufthygiene (EKL)
Tel: +41 (0)61 284 83 99 oder +41 (0)79 535 85 25

 

 

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