Nano in Lebensmitteln

„Nano" könnte ab Dezember 2014 auf den Zutatenlisten vieler Lebensmittel in Supermärkten stehen. Zumindest plant die EU eine Kennzeichnungspflicht für Nanostoffe in Lebensmitteln. Doch Lobbyisten der Nahrungsmittelindustrie versuchen laut Brüsseler Lobbykritikern die Regulierung so weit zu verwässern, dass sie praktisch unwirksam wird. Damit sind sie nun zwar am Europaparlament gescheitert. Doch das könnte sich noch als Erfolg erweisen.

 

Instant-Suppen, Salz oder andere pulverförmige Lebensmittel enthalten oft Nanopartikel aus Titandioxid oder Siliziumdioxid, um Verklumpen zu vermeiden. Auch andere Zutaten haben oft Nanogröße. Forscher fanden Hinweise, dass beim Verspeisen bis zu vierzig Prozent der verabreichten Titandioxid-Nanopartikel über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen werden. Die Risiken dieser Aufnahme sind bislang unbekannt.

Verbraucherschützer begrüßen die geplante Kennzeichnung grundsätzlich als Transparenzgewinn für den Verbraucher. Doch in Brüssel tobt eine Lobbyschlacht um dieses Labelling. Aktivisten der lobbykritischen Organisation Corporate Europe Observatory (CEO) stellen die Lebensmittelindustrie an den Pranger: sie versuche, die Kennzeichnungspflicht zu verwässern.

 

Ein Artikel von Christian Meier, Aitziber Romero und Dino Trescher.

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