Internationale Organisation für Normung (ISO)

Die Internationale Organisation für Normung (ISO), Technischer Ausschuss für Nanotechnologien (TC 229) hat zwei neue Standards für die toxikologische Untersuchung von Nanomaterialien veröffentlicht. Neu ist die Zusammenstellung und Beschreibung der toxikologischen Screening-Methoden für hergestellte Nanomaterialien sowie auch der Nachweis über die Wirksamkeit von Silber-Nanopartikeln in Staphylococcus aureus. 

 

Beide Regeln sind über das ISO Online Browsing Portal erhältlich unter https://www.iso.org/obp/ui/

 

 

ISO/TR 16197:2014. "Nanotechnologien - Zusammenstellung und Beschreibung der toxikologischen Screening-Methoden für hergestellte Nanomaterialien"

  • Die Regel ISO/TR16197:2014 beinhaltet eine Zusammenstellung und Beschreibung der in vitro- und in vivo- Methoden, die für die toxikologischen & ökotoxikologischen Untersuchungen von entwickelten und hergestellten Nanomaterialien verwendet werden können. Die hier beinhalteten toxikologischen Screening-Methoden sollen auch für die frühen Entscheidungsfindung in Forschung und Produktentwicklung, bei der schnellen Rückmeldungen zu möglichen toxikologischen / Sicherheitsbedenken oder für die vorläufige Bewertung der Nanomaterialien verwendet werden. Unterschieden wird in dieser Norm auch zwischen Untersuchungsmethoden für Mensch und Umwelt. Ein Screening-Test ist eine relativ einfache, kostengünstige Methode, die leicht angewandt werden kann und erste Hinweise auf mögliche nachteilige Folgen und Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit oder die Umwelt bieten können.

 

ISO/TS 16550:2014 "Nanotechnologien - Bestimmung der Silber -Nanopartikel Wirksamkeit durch die Freisetzung von Muraminsäure aus Staphylococcus aureus" .

  • ISO/TS 16550:2014 beinhaltet ein Testverfahren zur Bewertung der Wirksamkeit von Silber-Nanopartikeln auf den Zell-Wandabbau des Bakteriums Staphylococcus aureus. Dieses gram-positive Bakterium ist das häufig in den menschlichen Atemwegen und auf der Haut zu finden. Der Abbau der Zellwand und dadurch gleichzeitige Freisetzung von Muraminsäure kann dann mithilfe eines Gaschromatographie-Massenspektrometers (GC-MS) quantitativ bestimmt werden.

 

 

 

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