Dossiers Nr 39 "Definition des Begriffs Nanomaterial" & Nr. 38 "Nano-Governance durch Dialoge" online verfügbar

Die Dossiers behandeln in leicht-verständlicher, aber wissenschaftlich fundierter Weise auf ca. drei bis sechs Seiten den aktuellen Wissens- stand zu den aktuellen Themen der aufkommenden Nanodebatte.
 

Dossier Nr 39: Definition des Begriffs "Nanomaterial" (April 2013)

Zusammenfassung:
Um Nanomaterialien regulieren und Kennzeichnungspflichten bei Produkten festzulegen zu können, muss vorab eine allgemein anerkannte Übereinkunft getroffen werden, was denn überhaupt unter dem Begriff „Nanomaterial“ zu verstehen sei. Das EU-Parlament fordert, dass eine allgemeine Definition wissenschaftlich basiert und umfassend sein soll. Darüber hinaus müsse sie für regulatorische Maßnahmen in den einzelnen Sektoren auch unmissverständlich, flexibel, einfach und praktisch zu handhaben sein. International hat es in den letzten Jahren von den verschiedensten Institutionen Vorschläge für eine Definition gegeben, die schlussendlich in einer Empfehlung der EU-Kommission mündeten, die nun in neue und bestehende EU-Rechtsvorschriften übernommen wird. Einige Formulierungen in diesem Vorschlag sind Gegenstand kontroverser Diskussion und die Implementierung in die spezifische sektorale Gesetzgebung stellt eine große Herausforderung dar.

Das PDF-Dokument (300 KB) zum Download.
 

 

Dossier Nr. 38: Nano-Governance durch Dialoge (März 2013)

Zusammenfassung:
Dialoge haben in den letzten Jahren für Politik und Wissenschaft bzw. Wissenschaftskommunikation zunehmend an Bedeutung gewonnen: Sie kommen vermehrt als Gestaltungselemente für einen verantwortungsvollen Umgang mit Nanotechnologien auf nationalstaatlicher sowie auf europäischer Ebene zum Einsatz. Die deutschsprachigen Länder haben in ihren Nano-Aktionsplänen einen Schwerpunkt auf Dialoge als Kommunikations- und Informationstool gelegt.
Die hier beschriebenen Veranstaltungen wurden großteils als Umsetzungsmaßnahmen der nationalen Nano-Aktionspläne von den verantwortlichen Behörden initiiert. Diese Maßnahmen fanden – mit Ausnahme von Informationsveranstaltungen – zumeist zwischen ExpertIn- nen und EntscheidungsträgerInnen un- ter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Für Österreich wird hierzu etwa die ExpertInnenrunde Nanotechnologie-Informations-Plattform beschrieben. Von der Politik initiierte Dialoge mit BürgerInnen fanden kaum statt. Als bislang einzigartiger Dialogprozess mit BürgerInnen, dessen Ergebnisse direkt zur Politikgestaltung beitrugen, werden die publifocus-Veranstaltungen in der Schweiz vorgestellt. Neben Dialogen, die zum nationalen politischen Prozess beitrugen, fanden vereinzelt kleinere Dialogveranstaltungen im Rahmen von Forschungsprojekten statt, beispielsweise die Fokusgruppen in Deutschland und Österreich des Projekts NanoSafety für das EU-Parlament.

Direkter Link zum PDF-Dokument (500 KB).

 

Alle Dossiers stehen als pdf-Dokumente zum Download bereit über: http://nanotrust.ac.at/dossiers.html

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