Nanomobil Projekt koordiniert von der RWTH Aachen

Durch die zunehmende Nutzung von synthetischen Silber Nanopartikeln in Konsumprodukten wird die Frage nach den damit verbundenen Konsequenzen für Umwelt und Menschen immer präsenter. Insbesondere das Eindringen der Partikel von der Erdoberfläche durch den Boden in das Grundwasser ist bezüglich der Boden-und Grundwasserqualität und damit der Lebensmittelproduktion und Trinkwasserversorgung von Bedeutung.

 

 

Das im August 2014 angelaufene Projekt NanoMobil adressiert diesbezüglich folgende Fragen:

  • Wie gelangen Nanopartikel in den Boden und in das Grundwasser und welche Transportmechanismen sind dabei entscheidend?
  • Welche potentiellen Auswirkungen haben synthetische Silbernanopartikel auf Pflanzen, Regenwürmer und kleine Boden- und Grundwasserorganismen?

 

Die Ablagerung und Umwandlung von synthetischen Silbernanopartikeln, sowie deren Anreicherung und Verteilung in den Organismen soll experimentell in Labor- und Freilandversuchen bestimmt werden. Bei den Experimenten werden einheimische Böden und typische regionale Grundwässer verwendet, um die Forschungsergebnisse direkt auf die Auswirkungen im Freiland übertragen zu können.

Da das Langzeitverhalten von synthetischen Silbernanopartikeln auf die Umwelt erforscht werden soll, ist es zwingend erforderlich, die Nanopartikel kontinuierlich über längere Zeiträume zu charakterisieren, wobei sich die Partikel und damit auch ihre chemischen und physikalischen Eigenschaften im Laufe der Zeit verändern können. Daher ist die Entwicklung technischer Innovationen für die Verbesserung analytischer Messverfahren ein entscheidender Bestandteil dieses Projektes. Um dann Rückschlüsse auf Umwelteinflüsse bewerten zu können, werden reale Bedingungen wie Trockenperioden, Starkregenereignisse sowie Effekte der Bodenbearbeitung durch den Menschen (z.B. Ackerbau) geschaffen, um Veränderungen der Nanopartikel und ihre Transportwege in den Boden zu untersuchen.

 

Beteiligt sind bei diesem Projekt an der RWTH der Lehrstuhl für Ingenieurgeologie und Hydrogeologie (Koordination) und unser Institut für Umweltforschung, das Forschungsinstitut für Ökosystemanalyse und -bewertung e.V. (gaiac, Aachen), das Institut für Bio- und Geowissenschaften am FZ Jülich sowie die Firma Postnova Analytics GmbH in Landsberg.

 

Weitere Informationen zu Nanomobil finden Sie bei unseren Projektseiten unter  http://www.nanopartikel.info/projekte/laufende-projekte/nanomobil

 

 

Archiv

Powered by mod LCA