Materialien mit Nanoteilchen nehmen zu, Nanopartikel entwickeln sich zu einem milliardenschweren Markt. Gleichzeitig beklagen Wissenschaftler die unzureichende Forschung zur toxischen Wirkung der Technologie.

 

Ein Artikel von Christian Meier zu dem Thema u.a. mit Kommentaren aus dem DaNa-Experten-Team, Prof. Dr. Harald Krug und Dr. Peter Wick (EMPA, St. Gallen).
 

Was haben kratzfeste Lacke, antibakteriell wirkende Textilien, transparente Sonnencremes oder schnell aushärtender Beton gemeinsam?
Sie verdanken ihre Zusatzeigenschaften Nanopartikeln, also Teilchen, die weniger als 100 Nanometer messen und damit so winzig sind wie ein Virus. Nanopartikel und andere Werkstoffe, die zwar keine Partikelform, aber ebenfalls Dimensionen unter der 100-Nanometer-Grenze haben, wie etwa Nanometer-dünne Röhrchen oder Fasern, sind in der Industrie gefragt: Diese sogenannten Nanomaterialien bildeten 2010 einen Markt von 9 Milliarden Euro, bis 2015 sollen es 20 Milliarden Euro werden. Immer mehr Nano-Produkte bevölkern die Warenregale: mehr als 1 300 gab es im Jahr 2010, zwei Jahre zuvor waren es noch 800.

Der Nano-Boom veranlasst Forscher sowie Umwelt- und Verbraucherschützer zu der Klage, die Risikoforschung hinke der Entwicklung neuer nanotechnologischer Anwendungen hinterher und brauche daher mehr Geld.
In der Tat forschen Nano-Toxikologen, die die Auswirkungen von Nanomaterialien auf Gesundheit und Umwelt untersuchen, vergleichsweise auf Sparflamme: In Deutschland fließen etwa fünf Prozent des der Nanotechnologie gewidmeten Forschungsbudgets in die Risikoforschung, das Milliarden Dollar schwere US-Nanotechnologieprogramm widmet auch ungefähr diesen Prozentsatz der Nano-Risikoforschung....

 

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