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Effizienter, vielseitiger, haltbarer oder leichter: dank der Nanotechnologie lassen sich die Eigenschaften vieler Materialien optimieren. Aber was passiert mit unserer Umwelt, wenn zunehmend nanotechnisch veränderte Produkte auf den Markt kommen? Wie lassen sich Nanopartikel-Emissionen kontrollieren und was passiert, wenn sie sich in der Umwelt einlagern? Mit diesen Fragen befasst sich das NanoFASE-Projekt (Nanomaterial FAte and Speciation in the Environment), das vom Institut für Energie und Umwelttechnik e.V. (IUTA) sowie vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) getragen wird. In den kommenden vier Jahren wird es mit 9,9 Millionen Euro über das europäische Rahmenprogramm Horizont 2020 gefördert.

 

Im Mittelpunkt stehen Methoden und Modelle, mit denen das Verhalten und der Verbleib von Nanomaterialien modelliert und beurteilt werden kann – und zwar über die bisherigen technischen Messgrenzen hinaus. Dabei helfen zum Beispiel chemische Modelle für den luftgetragenen Transport. Arbeitsgruppenleiter Dr. Thomas Kuhlbusch (IUTA): „Dadurch können wir zum Beispiel photochemische Reaktionen von Titandioxid in der Luft identifizieren." Außerdem können frühzeitig Zonen erkannt werden, in denen sich Nanomaterialien anreichern können, etwa in den oberen Bodenschichten.

Die Ergebnisse werden so aufbereitet, dass sie in vorhandene regulative Beurteilungsmethoden, Verordnungen und Regelwerke für den Verbraucher-, Arbeits- und Umweltschutz integriert werden können. Das Projekt verfolgt einen neuen integrativen und interdisziplinären Ansatz im Verbund mit 34 europäischen und sieben außereuropäischen Partnern aus Forschung, Industrie und Behörden, darunter die nordamerikanische Duke University in North Carolina und die University of South Australia. Dies ermöglicht es, anwendungsnah wichtige Werkzeuge zur Produktion von sichereren Nanomaterialien zu entwickeln.

 

Horizont 2020 ist weltweit das finanzstärkste Förderprogramm für Forschung und Innovation. Über die Laufzeit von sieben Jahren stehen rund 80 Milliarden Euro zur Verfügung. Ziel ist, nachhaltiges Wachstum und zukunftsfähige Arbeitsplätze in Europa zu schaffen, um so die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

 

 

 

 

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