BAuA Praxis Heft 11/2015

Ob in der Halbleiterproduktion oder beim Flugzeugbau, Kohlenstoffnanoröhrchen, kurz CNT für Carbon Nanotubes, finden sich aufgrund ihrer technischen Eigenschaften in immer mehr Werkstoffen. Dabei kann der Umgang mit diesem Nanomaterial gesundheitliche Risiken bergen. Um Betroffene im Rahmen der Vorsorge beraten zu können, hat die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) jetzt eine Handreichung für Betriebsärzte und Arbeitsmediziner mit dem Titel "Arbeitsmedizinisch-toxikologische Beratung bei Tätigkeiten mit Kohlenstoffnanoröhren (CNT). Fragen und Antworten" veröffentlicht.
Die erste Publikation in der neuen Reihe "BAuA-Praxis" gibt einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand und informiert über mögliche Aufnahmewege und Gesundheitsgefährdungen. Zudem geht sie auf Grenzwerte und Schutzmaßnahmen ein. Die praktische Hilfestellung für Arbeitsmediziner und Betriebsärzte kann außerdem zur Einarbeitung in das Thema CNT genutzt werden.

 

Laut dieser Bekanntmachung sind biobeständige, faserförmige und starre Nanomaterialien vorsorglich wie Stoffe mit möglicherweise karzinogenen Eigenschaften zu behandeln. Ein zentrales Element der Prävention ist dabei die allgemeine arbeitsmedizinisch-toxikologische Beratung. Sie soll Beschäftigte über bekannte und angenommene Gefahren von Nanomaterialien informieren. Bisher fehlte es allerdings an geeignetem Informationsmaterial für diese Beratung zu CNT am Arbeitsplatz. Mit der vorliegenden Empfehlung schließt die BAuA diese Lücke.

 

 

Veröffentlichung

Lotz, G. (2015). Arbeitsmedizinisch-toxikologische Beratung bei Tätigkeiten mit Kohlenstoffnanoröhren (CNT). Fragen und Antworten. 1. Auflage. Dortmund: 2015. ISBN: 978-3-88261-161-8. (PDF, 962 KB)

 

 

Archiv

Powered by mod LCA