UDE-Symposium

Wie können hochspezialisierte funktionale Nanomaterialien möglichst energieeffizient und umweltschonend in industrierelevanten Mengen hergestellt und angewendet werden? Darüber informieren renommierte Experten aus Wissenschaft und Industrie während eines Symposiums vom 20. bis 21. Januar 2016 am Campus Duisburg. Thematisiert werden aktuelle Forschungsergebnisse des auslaufenden EU-Verbundprojektes BUONAPART-E und der DFG Forschergruppe 2284 , die von Mitgliedern des Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) koordiniert werden.

 

In der Medizin und Automobilindustrie, in Textilien, Putzmitteln, Farben, Papier oder in der Kommunikationstechnik – Nanopartikel sind unlängst in vielen Anwendungsbereichen angekommen. Hochspezialisierte Nanomaterialien mit bestimmten Eigenschaften in geeigneten Mengen für die industrielle Weiterverarbeitung herzustellen, ist jedoch eine Herausforderung. Vier Jahre lang forschten deshalb 21 Partner aus Industrie und Wissenschaft unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Einar Kruis in dem mit 10,4 Millionen Euro geförderten EU-Verbundprojekt BUONAPART-E („Better Upscaling and Optimization of Nanoparticle and Nanostructure Production by Means of Electrical Discharges").

Zum Projektabschluss diskutieren die Experten während des Symposiums, wie einzelne Syntheseeinheiten optimiert und parallelisiert werden können. Damit ließe sich die Produktionsmenge zum Beispiel auf 100 Kilogramm Nanopartikel pro Tag erhöhen, ohne dabei den relativen Energieverbrauch zu steigern oder Qualitätsverluste hinzunehmen. Passend dazu können zudem die verschiedenen Syntheseanlagen im NanoEnergieTechnikZentrum (NETZ) am Campus Duisburg besichtigt werden. "Um die Herstellungsverfahren auf einen Industriemaßstab zu skalieren, muss man die zugrundliegenden Prozesse verstehen. Deswegen sind detaillierte Messungen direkt in der Partikelbildungszone sowohl im Labor- als auch im Pilotmaßstab nötig", erläutert Prof. Kruis. Diese Erkenntnisse helfen wiederum dabei, Simulationsverfahren weiterzuentwickeln und zu validieren. Zudem erlauben neuentwickelte Online-Überwachungstechniken, die Produktionsprozesse zuverlässig ablaufen zu lassen.

Organisiert wird das Symposium daher auch von der Forschergruppe 2284 „Modellbasierte skalierbare Gasphasensynthese komplexer Nanopartikel", die seit dem Frühjahr 2015 für die erste dreijährige Projektphase mit 2,6 Millionen Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert wird. Die Wissenschaftler um Leibniz-Preisträger Prof. Dr. Christof Schulz haben das Ziel, systematische Designregeln zu entwickeln, damit komplexe Nanopartikel gezielt in der Gasphase hergestellt werden können. Diese sollen dann zuverlässig über jene Eigenschaften verfügen, die für das jeweilige Anwendungsgebiet relevant sind, zum Beispiel für Solarzellen oder Batteriespeicher.

 

 

WANN: 20. - 21. Januar 2016

WO: Universität Duisburg-Essen, NETZ – NanoEnergyTechnologyCenter, Carl-Benz-Str. 199, 45057 Duisburg, Deutschland

Anmeldung & Teilnahme: Anmeldungen zum Symposium sind bis zum 06. Januar 2016 möglich unter http://udue.de/HABo1

 

Kontakt:

Sonja Wälzlein
Sience Support Centre, Universität Duisburg-Essen
Tel: +49 201 183-6271, Fax: +49 201 183-4694
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

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