Im Verbundforschungsprojekt NanoPOP recyceln Gießener Forscherinnen und Forscher wertvolle Metalle wie Palladium mit Hilfe von Bakterien und stellen gleichzeitig Nanokatalysatoren für die Beseitigung von Umweltschadstoffen her.
Dr. Helge Braun (MdB), Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung, übergab den Bescheid zur Förderung des Projekts über rund eine Million Euro.

Platingruppenmetalle sind essentielle Rohstoffe für die Herstellung zahlreicher High Tech-Produkte – doch die Ressourcen sind knapp. Eine Möglichkeit, die Versorgung mit diesen wertvollen Rohstoffen zu sichern, ist das Recycling. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) entwickeln im Rahmen des Verbundforschungsprojekts NanoPOP innovative Verfahren zum mikrobiellen Recycling von strategischen Edelmetallen – insbesondere von Palladium, aber auch von Platin, Rhodium und Ruthenium. Darüberhinaus sollen durch nanobiotechnologische Prozesse gleichzeitig maßgeschneiderte Edelmetall-Nanokatalysatoren mit herausragenden katalytischen Eigenschaften produziert werden, die zum Abbau von problematischen langlebigen Organohalogenverbindungen genutzt werden können.

 

An dem Forschungsvorhaben beteiligt sind neben dem Institut für Angewandte Mikrobiologie (Projektleiter: Dr. Michael Bunge) und dem Institut für Bodenkunde (Projektleiter: PD Dr. Rolf Alexander Düring) der JLU die Technische Universität Dresden, das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH (UFZ) in Leipzig, die Polytechnische Universität Tomsk (Russland), die Mesocosm GmbH in Homberg (Ohm) sowie die Rhenotherm GmbH in Kempen.

 

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