NanoCare: Förderinitiative zu den Auswirkungen von Nanomaterialien auf Mensch und Umwelt gestartet

 

Wie Nanomaterialien funktionieren, ist mit dem menschlichen Auge nicht zu erkennen. Dass die Veränderung von Materialien im Bereich weniger Nanometer aber große Effekte haben können, lässt sich beim Einsatz in der Medizin, dem Umwelt- und Energiebereich oder der Automobilindustrie beobachten. Hier werden neue Nanomaterialien bereits genutzt, um dadurch herkömmliche Materialien zu ersetzen und Produkteigenschaften zu verbessern.

Um den Einsatz von Nanomaterialien und deren Wechselwirkung mit der Umgebung zu erforschen, startet das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Förderprogramms "Werkstoffinnovationen für Industrie und Gesellschaft - WING" die Förderinitiative "NanoCare".
 

Ziel der Initiative ist es, die Aus- und Wechselwirkungen von synthetischen Nanomaterialien auf den Menschen und auf die Umwelt weiter zu erforschen. Zudem sollen neue Mess- und Testmethoden entwickelt werden, um den Umgang mit Nanomaterialien sicher zu gestalten. "Wir wollen die Potenziale der Nanotechnologie optimal und gleichzeitig sicher nutzen. Die künftigen Fortschritte der Nanotechnologie entscheiden mit über die weitere Entwicklung zukunftsträchtiger Branchen", sagte Forschungsministerin Annette Schavan. "Mit dem Aktionsplan Nanotechnologie 2015 haben wir den Rahmen geschaffen, um dieses Zukunftsfeld zu erforschen. Dies schließt auch die Sorgen der Bevölkerung um Auswirkungen von Nanomaterialien auf Mensch und Umwelt ein."


Diese Fördermaßnahme ist Bestandteil der Hightech Strategie 2020 der Bundesregierung. Sie zielt auf Innovation und Wachstum der Industrie in Deutschland. Dabei kommt der engen Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen im universitären und außeruniversitären Bereich, der Einbindung vor allem auch der Beiträge kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU) sowie der Verwertung der Projektergebnisse in Deutschland eine besondere Bedeutung zu.


Die Bekanntmachung knüpft an die Vorgängermaßnahmen "Auswirkungen synthetischer Nanomaterialien auf den Menschen - NanoCare" und "Nanotechnologien für den Umweltschutz - Nutzen und Auswirkungen (NanoNature)" an und baut auf den Ergebnissen und Erfahrungen aus diesen Aktivitäten auf. Informationen zu den bisherigen Maßnahmen können auf unseren Seiten unter http://www.nanopartikel.info abgerufen werden.
 

Forschungsverbünde aus Unternehmen, Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen aus Deutschland können sich zu folgenden Themenschwerpunkten um eine Förderung bewerben:

  1. Auswirkungen von synthetischen Nanomaterialien auf den Menschen
  2. Auswirkungen von synthetischen Nanomaterialien auf die Umwelt (Luft, Wasser und Boden)
  3. Teststrategien und Messmethoden
  4. Optimiertes Design von synthetischen Nanomaterialien.

 

Die vollständige Bekanntmachung mit den Förderrichtlinien können Sie unter http://www.bmbf.de/foerderungen/20591.php einsehen.

 

 

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