Höchste Zeit, Nanomaterialien zu regulieren
Vorschlag für eine europäische Verordnung zur Regulierung von Nanomaterialien


Am 13. November 2012 haben der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.) gemeinsam mit dem Center for International Environmental Law (CIEL) und der Anwaltsorganisation ClientEarth einen eigenen Vorschlag zur Regulierung von Nanomaterialien vorgelegt. Bei dem Konzeptpapier handelt es sich um eine Antwort auf die kürzlich veröffentlichte Mitteilung der Europäischen Kommission „Zweite Überprüfung der Rechtsvorschriften zu Nanomaterialien“, der eine Anpassung der bestehenden REACH-Richtlinien beinhaltete.


Der Vorschlag der Umweltverbände sieht eine neue, horizontale EU-Verordnung vor. Er beinhaltet zum einen generelle Prinzipien für die Regulierung von Nanomaterialien und zum anderen konkrete Anpassungen einzelner EU-Verordnungen, insbesondere der europäischen Chemikalienverordnung REACH.


Konkret wird folgendes gefordert:

  • Übernahme der bereits 2011 von der EU-Kommission vorgeschlagenen, bisher aber unverbindlichen, Definition für Nanomaterialien in alle relevanten Gesetze
  • eine generelle Meldepflicht für alle Nanomaterialien und -produkte. Diese sollen in einem EU-weiten Nano-Register geführt werden
  • Kennzeichnung von Nanomaterialien auf Produkten im Verzeichnis der Inhaltstoffe
  • Schließung der Lücken für Nanomaterialien in REACH
  • Ein Monitoringprogramm zur Bewertung der Belastung von Arbeitnehmern mit Nanomaterialien

 

Die vollständige Pressemitteilung sowie weitere Informationen inklusive des Konzeptpapiers erhalten Sie hier

 

Über den BUND – Leitbild 2015
Der BUND versteht sich als die treibende gesellschaftliche Kraft für eine nachhaltige Entwicklung in Deutschland. Unsere Vision ist ein zukunftsfähiges Land in einer zukunftsfähigen und friedfertigen Welt. Wir orientieren die Umsetzung unserer Vision an den Leitbildern der Studie "Zukunftsfähiges Deutschland".

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