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Titandioxid Nanopartikel sind unter anderem in Sonnencreme und speziellen Wandfarben enthalten. Man kann damit also vor allem über die Haut in Kontakt kommen. Ein unbeabsichtigtes Verschlucken dürfte unproblematisch sein: Titandioxid wird als ungiftig eingestuft, eine außergewöhnliche Gefährdung speziell durch die Nanoform ist nicht erkennbar. Titandioxid, das nicht in Form von Nanopartikeln vorliegt, wie zum Beispiel zum Weißfärben von Zahncreme ist als Lebensmittelfarbe zugelassen.

 

Kind mit Sonnencreme © Sunny-studio /fotolia.comWie könnte ich damit in Kontakt kommen?

In Sonnencreme trägt man Titandioxid Nanopartikel auf die Haut auf. Gesunde und sonnenverbrannte Haut wird dabei nicht durchdrungen. Wunden sollte man stattdessen mit Wundsalbe versorgen. Als Wandfarbe werden TiO2 Nanopartikel für selbstreinigende Fassaden eingesetzt. Sobald die Farbe getrocknet ist, ist das Titandioxid fest mit dem Anstrich verbunden; Menschen werden auf diesem Weg nicht belastet. In Kacheln, Pflastersteinen, Solarzellen etc. ist Titandioxid ebenfalls fest gebunden; Nanopartikel werden im täglichen Gebrauch nicht frei, so dass sie auch nicht in den Körper gelangen. In allen Fällen können die Nanopartikel aber aus dem festen Verbund heraus gewaschen werden, so dass sie in die Umwelt gelangen. Bislang konnte dadurch keine schädliche Wirkung festgestellt werden; das muss aber weiter untersucht werden.

 

Wie gefährlich ist das Material für Mensch und Umwelt?

Titandioxid wirkt nur in sehr großen Mengen giftig. Grundsätzlich sollte man das Einatmen aller Stäube vermeiden. Das gilt auch für Titandioxid, allerdings sind keine außergewöhnlichen Schädigungen der Lunge nachgewiesen worden. Beim Verschlucken sind Titandioxid-Nanopartikel nicht giftig. Titandioxid ist als weiße Lebensmittelfarbe unter der Bezeichnung E171 zugelassen, ob Nano oder nicht wird nicht erwähnt.

 

Fazit

Titandioxid Nanopartikel können nicht durch unverletzte Haut in den menschlichen Körper gelangen. In anderen den meisten anderen Anwendungen sind Titandioxid Nanopartikel fest an andere Materialien gebunden und liegen somit nicht als freie Partikel vor. Lebensmittel können nur mit Titandioxid weiß gefärbt werden, das größer als Nano ist.

 

Nebenbei

  • Bei Schleif- oder anderen Renovierungsarbeiten wird immer Staub frei, der Nanoanteile enthält – unabhängig davon, ob vorher Nanopartikel in dem bearbeiteten Material enthalten waren. Nassschleifen reduziert den Staubanteil in der Luft und verhindert auch die Bildung von Nanoteilchen
  • Ohne Titandioxid in Sonnencremes wären Schutzfaktoren über 25 nicht realisierbar; die Zahl der Toten durch Hautkrebs würde steigen. Die einzig verfügbare Alternative für Schutzfaktoren unter 25, nämlich chemische Schutzfaktoren, besitzen nachgewiesenermaßen Nebenwirkungen.

 

Grundlagen Nano

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Die Kapitel über Freisetzung, Exposition, Aufnahme und Verhalten von Nanomaterialien im menschlichen Körper und in der Umwelt sowie die Risikobetrachtung geben Ihnen einen Überblick.

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