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Nanomaterialien als Lebensmittelzusatzstoffe – ist das schädlich für unsere Gesundheit?

In der Europäischen Union kommen zurzeit keine gezielt hergestellten Nanomaterialien in Lebensmitteln zum Einsatz. Es können allerdings nanogroße Nebenprodukte bei der Herstellung von zugelassenen Lebensmittelzusatzstoffen entstehen, z.B. von Siliziumdioxid. In Asien und Nordamerika hingegen werden Nanomaterialien zielgerichtet in Lebensmitteln eingesetzt, z.B. zur Verkapselung von Vitaminen. Grundsätzlich sieht die Mehrheit der vorhandenen Studien kein gesundheitliches Risiko für den Menschen. Die Gesetzgebung erlaubt nur unschädliche (sichere) Zugaben zu Lebensmitteln. Das bedeutet, dass in der EU erlaubte Zusatzstoffe für Lebensmittel zuvor getestet und vom Gesetzgeber zugelassen sein müssen. Dies richtet sich aber immer auch nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft und wird ständig überarbeitet.

Können Nanomaterialien, welche in Sonnencreme enthalten sind, durch die Haut in den Körper gelangen?

Bei sachgemäßer Anwendung auf gesunder Haut (z.B. nicht auf Schleimhäute oder Wunden) können die typischerweise in Sonnencremes enthaltenen Nanomaterialien Titandioxid oder Zinkoxid nicht durch die Barriere Haut in den Körper eindringen. Bei Sonnengeschädigter Haut verbleiben die Nanomaterialien in den obersten Hautschichten (Epidermis). Deshalb ist in beiden Fälle auch keine Verteilung über die Blutbahn im Körper zu erwarten.

Nanosilber in der Matratze – welchen Zweck hat das und ist das sicher?

Häufig werden Silberfäden in den Bezug der Matratze eingesponnen. Zusätzlich kann das Gewebe noch mit einer Silberlösung getränkt werden.

Das Ziel derartig ausgerüsteter Textilien ist eine antimikrobielle Wirkung: An der Oberfläche metallischen Silbers werden besonders bei Feuchtigkeit positiv geladene Ionen frei. Diese wirken gegen Bakterien, Hefen und Pilze, und zwar unabhängig davon, ob direkt Silberionen in Form von Silbersalzen vorliegen oder die Ionen aus Metallpartikeln – gleich welcher Größe – freiwerden. Allerdings haben Nanosilberpartikel bei sehr geringem Durchmesser eine vergleichsweise riesige Oberfläche, weswegen sie im Vergleich zu größeren Partikeln viel mehr Silberionen freisetzen und dadurch stärker antimikrobiell wirken. Nach dem bisherigen Kenntnisstand ist eine Silber-Ausrüstung wie in der Matratze nicht gesundheitlich bedenklich.

  • Weitere Information zum Thema „Nano in Textilien“ finden Sie bei unseren Querschnittsthemen !!!

Wie lassen sich sichere Nanotextilien herstellen?

Das Schweizer Projekt NanoSafe Textiles hat sorgfältig die Trends für die Anwendung von Nanomaterialien in der Textilindustrie evaluiert und zusammen mit potentiellen Risiken solcher Nanotextilien für Mensch und Umwelt über deren gesamten Lebenszyklus bewertet. Ausgehend von diesen Ergebnissen wurde ein Leitfaden für die Textilindustrie erstellt, mit dem sich nachhaltig sichere Nanotextilien herstellen lassen.

  • Der Leitfaden sowie weitere Information zum Thema „Nano in Textilien“ finden Sie bei unseren Querschnittsthemen!!!!

Graffiti-Schutz bzw. easy-to-clean Oberflächen – wie funktioniert das und ist das sicher?

Über spezielle Beschichtungen können selbstreinigende Oberflächen bzw. ein Graffiti-Schutz erzeugt werden. Diese sind nahezu unsichtbar und schützen das Basismaterial ohne dessen Aussehen zu verändern. An solchen glatten, wasserabweisenden Oberflächen (Fassaden, Fenster, Wände, Fahrzeuge) haften Schmutzpartikel nur sehr schlecht, so dass sie leicht wieder abgespült und entfernt werden können. Eine universelle Beschichtung existiert aufgrund der großen Vielfalt an Basismaterialien nicht, sondern die Beschichtung wird an das jeweilige System angepasst.

Bei der Verarbeitung und dem Aufbringen der verschiedenen Beschichtungen gelten dieselben präventiven Schutzmaßnahmen wie für andere Farben oder Lacke, so z.B. das Tragen entsprechender Schutzkleidung oder Atemmasken.

Nach dem Trocknen sind mögliche vorhandenen Nanopartikel fest in die Beschichtung eingebunden. Wie auch bei nano-haltigen Farben werden unter Umweltbedingungen (Wind, Regen) kaum Nanopartikel freigesetzt. Falls Partikel frei werden, lagern sich diese an andere Partikel an oder klumpen mit sich selbst zusammen. Deshalb treten keine einzelnen Nanopartikel in der Luft oder im Wasser auf.

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