Über die Luft aufgenommene Cerdioxid Nanopartikel lagern sich hauptsächlich in der Lunge ab und können dort in Abhängigkeit von Konzentration und Form Entzündungen auslösen. Ergebnisse zu möglichen Langzeiteffekten bei chronischer Exposition mit Cerdioxid werden für 2018 erwartet.

 

Werden Partikel eingeatmet, können diese in der Lunge aber auch in anderen Organen nachgewiesen werden, allerdings nur in sehr kleinen Mengen (siehe dazu auch: Körperbarrieren - Nanopartikel und die Lunge). Der Großteil der Cerdioxid Nanopartikel verbleibt in der Lunge, nur etwa ein Promille der ursprünglich verabreicheten Menge an Nanopartikeln waren nach 28 Tagen in Leber, Milz und Nieren der Versuchstiere zu finden. Das sind sehr kleine Mengen, die toxikologisch keine Rolle spielen. Die Größe der untersuchten Partikel hatte in diesen Studien keinen Einfluss auf die Aufnahme und Verteilung der Nanopartikel im Körper [1,2,3].

Auch die Form des nanoskaligen Cerdioxids hat einen Einfluss auf die ausgelösten Effekte. Bei einer vergleichenden Studie mit kugel- und stäbchenförmigen Cerdioxid Nanopartikeln in Mäusen verursachten nur die sehr langen Stäbchen mit mehr als einem Mikrometer Länge eine anhaltende Entzündungsreaktion in der Lunge. Zwar riefen die kürzeren Stäbchen (Länge < 1 µm) wie auch die kugelförmigen Cerdioxid Nanopartikeln eine entzündliche Wirkung hervor, welche aber nach lurzer Zeit wieder aufgelöst wurde [4]. Die Forscher selbst haben Ihre Studie wie folgt eingeschätzt: „Wenn man diese Ergebnisse zum Cerdioxid mit anderen Metalloxid Nanopartikeln vergleicht, dann ist Cerdioxid wirklich wenig giftig. ....“

 

Studien an Versuchstieren haben gezeigt, dass über die Lunge eingeatmete Cerdioxid Nanopartikel hauptsächlich in der Lunge verbleiben und je nach Form und Menge dort Entzündungsreaktionen verursachen können. Ergebnisse zu möglichen Langzeiteffekten von Cerdioxid Nanopartikeln aus einer aktuellen Langzeit-Tierstudie unter subchronischen Expositionsbedingungen werden für 2018 erwartet.

 

 

Literatur arrow down

  1. NanoCare (2009). Report:"Final Scientific Report", Dechema e.V., Frankfurt a.Main. ISBN:978-3-89746-108-6. (PDF-Dokument, 19 MB).
  2. Geraets, L. et. al. (2012), Toxicol Sci, 127(2): 463-473.
  3. He, X et al. (2010), Nanotechnology, 21: 285103
  4. Lin,S. et. al. (2014), ACS Nano, 8(5): 4450-4464

 

 

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