Als Radikalfänger werden oberflächen-modifizierte Fullerene Kosmetika und Hautpflegeprodukten beigemischt. Sie dringen aber gezielt nur in die oberen Hautschichten und nicht in die tieferliegenden Schichten ein.

 

Hautpflegecreme © vulkanismus / Fotolia.comHautpflegecreme © vulkanismus / Fotolia.comEin Beispiel für die Verwendung von oberflächen-modifizierten Fullerenen in Kosmetika ist eine sog. Anti-Aging Creme einer japanischen Firma. Diese Creme enthält lipophile Partikel, die nur in die Oberhaut eindringen, nicht aber in die tieferliegende Lederhaut (vgl. Körperbarrieren – Nanopartikel und die Haut) [1]. Über die Wirksamkeit der Fullerene als Anti-Aging Mittel liegen derzeit keine gesicherten Ergebnisse vor.

 

Laboruntersuchungen an Hautzelllinien zeigen, dass reine Fullerene keine toxischen Effekte auslösen, wenn sie vor der Verabreichung in verträglichen Lösungsmitteln (ohne Tetrahydrofuran) aufbereitet werden. Neben neuen Methoden helfen auch weitere chemische Modifikationen, die Dispergierbarkeit der Fullerene in wässrigen Lösungen zu verbessern. In der Regel wird dadurch kein zusätzliches toxikologisches Potenzial erzeugt, dennoch muss jede Fulleren-Variante derzeit separat geprüft werden [2-3].

 

 

Literatur arrow down

  1. Xia, XR et al. (2010), Toxicol Appl Pharmacol, 242(1): 29-37.
  2. Xia XR et al. (2010), Toxicol Lett 197:128-134 
  3. Mousavi, SZ et al. (2017), Nanomedicine: NBM 13:1071-1087 

 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok