Die Verabreichung von Suspensionen mit Industrieruß (engl. Carbon Black, CB) durch die Nase lösen in Tierversuchen bei Mäusen Entzündungen am Riechnerv aus.

 

Versuche mit Tieren zeigten, dass Nanopartikel verschiedener Art, die in die Luftröhre (Trachea) instilliert wurden, über die Lunge ins Blutgefässsystem gelangen können. Mit dem Blut können diese Nanopartikel durch die Blut-Hirn-Schranke in das Gehirngewebe gelangen und dort entzündliche Reaktionen auslösen. Eine Überwindung der Blut-Hirn-Schranke durch Nanopartikel konnte auch in einem Gewebemodell gezeigt werden.

Eine in vivo-Studie mit Mäusen hat gezeigt, dass in die Nase instillierte nanoskalige Carbon Black Partikel im Riechnerv Entzündungsmarker induzieren können. Die Autoren vermuten, dass die Partikel in der Riechschleimhaut im oberen Teil der Nase von Riechnervendigungen aufgenommen und ins Gehirn transportiert werden, wo die Fresszellen des Gehirns, die Mikroglia-Zellen, aktiviert werden und dann Entzündungsmarker ausschütten. In anderen Hirnbereichen, wie z.B. dem Hippocampus wurden allerdings keine Entzündungsmarker nachgewiesen [1].

 

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  1. Tin Tin Win, S et al. (2006), Toxicol Lett, 163(2): 153-160.

 

 

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