Verschiedene Hüll- und Beschichtungsmaterialien schützen den Kern der Quantenpunkte und verhindern so - je nach Zusammensetzung des Quantenpunkt-Kerns - die Freisetzung z.B. giftiger Cadmium-Ionen. In der sauren Umgebung des Magen können diese Beschichtungen jedoch abgebaut werden, so dass giftige Bestandteile freigesetzt werden können.

 

Um Quantenpunkte für biomedizinische Anwendungen im lebenden Organismus für z.B. bildgebende Verfahren oder die Verabreichung von Medikamenten einzusetzen, ist es essentiell, dass sie zielgerichtet die gewünschte Position im Körper erreichen (vgl. Artikel zu „Verhalten im Körper“). Dies kann durch spezielle Beschichtungen an der Quantenpunkt-Oberfläche erreicht werden. Es wurde gezeigt, dass diese Beschichtungen in saurer Umgebung abgebaut werden und somit giftige Cadmium-Ionen freigesetzt werden können (vgl. Artikel zu „Exposition - in vitro“). Ein solcher Abbauprozess kann sowohl in bestimmten abgegrenzten Bereichen im Innern einer Zelle stattfinden als auch in Organen wie z.B. dem Magen. Daher werden Quantenpunkte zumeist in die Blutbahn gespritzt. Dennoch untersuchten Wissenschaftler kürzlich die Verteilung und Stabilität von verschiedenen Quantenpunkten im Verdauungstrakt der Maus nach dem Verschlucken.

Über die Kombination verschiedener Beschichtungsbausteine haben Wissenschaftler jetzt eine neue Beschichtung für Quantenpunkte entwickelt, welche den Abbau der Quantenpunkte in stark sauren Lösungen verhindert. UNd das nicht nur in vitro sondern auch in vivo nach oraler Verabreichung im Verdauungstrakt von Mäusen [1]. Die Autoren sehen dadurch die Möglichkeit, Quantenpunkte zur Untersuchung von Prozessen im Verdauungstrakt lebender Organismen einzusetzen.

 

 

 

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