Silber wird seit Jahrhunderten in Besteck und Schmuck verwendet. Wegen seiner hohen Leitfähigkeit findet es in der Elektronikindustrie Anwendung. Seine bakterienhemmende Wirkung entsteht dadurch, dass es Silber-Ionen freisetzt. Diese Eigenschaft wird für Wundverbände, Implantate, Cremes und Lotionen ausgenutzt. Nanosilber wirkt im Vergleich zu groben Silberteilchen besser, weil es eine größere Oberfläche aufweist und sich feiner verteilen lässt. Auch in Kleidung wird Silber wegen seiner bakterientötenden Eigenschaften verwendet. Plastikverpackungen können Silber enthalten, um Nahrungsmittel länger frisch zu halten. Das Edelmetall kann auch in Farben, Zement und Tapeten zu finden sein.

 

Wie könnte ich damit in Kontakt kommen?

SilberbesteckSilberbesteckBei der Verwendung von Silberbesteck werden nur Spuren des Metalls mit der Nahrung aufgenommen. Das Tragen von Silberschmuck ist unbedenklich, da die gesunde Haut eine sehr gute Schutzfunktion besitzt.
Silber hemmt das Wachstum von Bakterien. Daher unterstützt es den Heilungsprozess der Haut, zum Beispiel in Wundverbänden für Verbrennungen oder in Cremes, die bei Neurodermitis verwendet werden. Es konnte nachgewiesen werden, dass auf diesem Weg Silberpartikel in die Haut gelangen.
Die Verwendung von Silber in Textilien ist umstritten: Diskutiert wird die Frage, ob es sinnvoll ist, die begrenzten Silbervorräte in geruchsarme Socken zu investieren. Es ist erwiesen, dass das Silber aus diesen Textilien ausgewaschen wird und in die Kläranlagen gelangt.
Silber ist als Lebensmittelfarbe E174 zugelassen, um damit die Oberfläche von Produkten zu färben. Wird es in Zucker-, Konditorei- und Backwaren verwendet, müssen die Artikel gekennzeichnet werden.
In den USA und Asien können Plastikverpackungen Silberteilchen enthalten. Es ist möglich, dass daraus Partikel in die Nahrung übergehen und in den Körper gelangen. Wird Silber in einem Spray verwendet, können Silberteilchen eingeatmet werden.

 

Wie gefährlich ist das Material für Mensch und Umwelt?

Silber besitzt eine bakterientötende Wirkung. Werden Nanosilberteilchen in geringen Mengen verabreicht, rufen sie beim Menschen keine gesundheitlichen Auswirkungen hervor. In großen Mengen und dauerhaft aufgenommen kann Silber allerdings eine Graufärbung der Haut und der Organe verursachen. Auch wirkt Silber toxisch für bestimmte Arten von Wildtieren wie z.B. Fischen.
Weil die Produktion und die Verwendung von Silbernanopartikeln stetig ansteigen, gelangen zunehmend größere Mengen des Materials in die Umwelt. Sie enden dann beispielsweise im Schlamm von Kläranlagen. Metalle wie Silber werden in der Natur generell nicht abgebaut.

 

Fazit

In geringen Mengen ist Silber für den Menschen unbedenklich. Eine bedeutsame gesundheitliche Beeinträchtigung konnte nur bei der Gabe sehr hoher Dosen beobachtet werden.

Bislang gibt es keine Hinweise auf eine Gefährdung der Umwelt durch Silber. Einige Tierarten, insbesondere Fische weisen jedoch eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Silber auf. Das Umweltbundesamt empfiehlt daher, den Grenzwert für den Silbergehalt von Klärschlamm anzupassen und den Schlamm bei erhöhten Werten nicht auf Felder auszubringen. In einigen Ländern, wie z.B. der Schweiz, ist die Verwendung von Klärschlamm in der Landwirtschaft bereits gesetzlich verboten.

 

Nebenbei

  • Der Grenzwert für Silber am Arbeitsplatz liegt bei 0,01 mg/m³ für Silber-Verbindungen, die eingeatmet werden können.

 

 

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