Verschiedene Studien der letzten Jahre zeigten, dass Titandioxid (TiO2) nicht durch die Haut in den Körper eindringt [1,2,5,6]. Die Haut ist durch ihre vielen Schichten eine gute Barriere für Partikel.

 

Zellschichten der menschlicher Oberhaut (Epidermis). © Wikipedia.de.Zellschichten der menschlicher Oberhaut (Epidermis). © Wikipedia.de.

Diese Ergebnisse wurden im EU-Projekt NanoDerm für nano-TiO2 Partikel als Bestandteil von Kosmetika bestätigt [2]. Um eine gute Dispersionseigenschaften der Sonnencreme zu erhalten und die Photostabilität zu gewährleisten, werden die Titandioxid-Partikel außerdem beschichtet [3]. Dies verhindert auch die Bildung von reaktiven Sauerstoffspezies (ROS).

Schnitt durch ein Haarfollokel.© Nanospotlight 4/2006, VDI TZ.Schnitt durch ein Haarfollokel.© Nanospotlight 4/2006, VDI TZ.

 

Es bleibt die Frage zu klären, wie verletzte, entzündete oder besonders empfindliche Haut, wie beispielsweise durch Sonnenbrand geschädigte Haut, reagiert? Eine Studie aus dem Jahr 2011 konnte zeigen, dass Titandioxid- und Zinkoxid-Nanopartikel UVB geschädigte Haut (Sonnenbrand) ebenfalls nicht durchdringen können [6].

Die Partikel verbleiben in den oberen Schichten der Epidermis (vgl. dazu den Artikel unter "Grundlagen - Dermaler Aufnahmeweg").

 

Sonnencremes mit Titandioxid und Zinkoxid Nanopartikeln bieten wiederum einen effizienten Schutz gegen Hautschäden durch ultraviolettes Licht (UVB).

 

 

Die amerikanische Gesellschaft Nanodermatology Society (NDS) fasst in ihrem Bericht von 2011 [7] die Ergebnisse zahlreicher Studien zusammen und bestätigt, dass TiO2-Partikel die Haut (Stratum corneum) nicht durchdringen und keine lebende Zellschicht erreichen.

 

Literatur arrow down

  1. Gamer, AO et al. (2006), Toxicol In Vitro, 20(3): 301-307.
  2. Pfluecker, F et al. (2001), Skin Pharmacol Appl Skin Physiol, 14 Suppl 1(Suppl. 1): 92-97.
  3. NanoDerm Schlussbericht (2007). Quality of Skin as a Barrier to ultra-fine Particles. QLK4-CT-2002-02678.
  4. Scientific Committee on Consumer Products (SCCP) (19.06.2007). Safety of nanomaterials in cosmetic products.
  5. Nohynek, GJ et al. (2007), Crit Rev Toxicol, 37(3): 251-277.
  6. Monteiro-Riviere, NA et al. (2011), Toxicol Sci, 123(1): 264-280.
  7. Nanodermatology Society (NDS) (17.05.2011). The 2011 Nanodermatology Society Position Statement on Sunscreens, http://www.nanodermsociety.org/news.php (PDF, 243 KB).

 

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