Gröbere Wolframcarbid (WC) -Partikel finden seit vielen Jahren in der Hartmetallindustrie Verwendung, die Herstellung und Anwendung als Nanopartikel ist noch relativ neu. Demzufolge wurden die meisten Kenntnisse bei der Untersuchung von mikroskaligen Partikeln gewonnen; zu nanoskaligem WC und Wolframcarbid-Kobalt (WC-Co) liegen erst wenige Untersuchungen vor. Da aus Nanopartikeln hergestellte Werkstücke im Vergleich zu solchen aus gröberen Partikeln noch fester sind, werden Nanopartikel zunehmend eingesetzt.

 

Viele der hier beschriebenen Ergebnisse zu Hartmetall-Nanopartikeln wurden im Rahmen des BMBF-Projektes INOS gewonnen.

In in vitro Versuchen beeinflusste WC weder die Stoffwechselaktivität von Zellen, noch trat eine Schädigung der Zellmembranen oder eine Schädigung der DNA auf [1,2]. An menschlichen Hautzellen wurde untersucht, welche Gene durch die WC-Partikel beeinflusst werden. Diese Gene könnten einen Hinweis darauf geben, welche Körperfunktionen durch die Partikelaufnahme beeinflusst werden können. WC-Partikel lösten hier keine spezifische Antwort aus [3].

In weiteren in vitro Studien wurde die Aufnahme sowohl von mikro- als auch von nanoskaligen Partikeln in Zellen bestätigt. So konnten mikroskalige Partikel in Fresszellen (Makrophagen) und nanoskalige WC-Partikel in verschiedenen Zelllinien beobachtet werden. In den Zellkernen waren jedoch keine Partikel nachweisbar [1,4].

 

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  1. Bastian, S et al. (2009), Environ Health Perspect, 117(4): 530-536.
  2. Anard, D et al. (1997), Carcinogenesis, 18(1): 177-184.
  3. Busch, W et al. (2010), BMC Genomics, 11(1): 65.
  4. Lison, D et al. (1990), Environ Res, 52(2): 187-198.

 

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