EC News Science for Policy 2017

Eine aktuelle Studie hat die in Europa verfügbaren Konzepte und Tools verglichen, die derzeit zur Risikobewertung von Nanomaterialien in Bezug auf möglichen Gesundheits- und Umwelteffekte eingesetzt werden. Klar erkennbar ist ein Trend zu Tools, welche praktisch anwendbare Protokolle für die Durchführung von Experimenten für eine flexiblere und effizientere Gefahrenprüfung liefern. Allerdings erfüllt keines der untersuchten Konzepte alle Bewertungskriterien der Studie so dass es ein neues, umfassenderes Rahmenwerk zu erstellen gilt.

 

Die im Rahmen des EU FP7 Projekts MARINA durchgeführte Studie "Frameworks and tools for risk assessment of manufactured nanomaterials" hat die bestehenden Konzepte und Instrumente zur Risikobewertung technisch hergestellter Nanomaterialien analysiert und miteinander verglichen. Der Begriff „framework" beschreibt in dieser Arbeit stellvertretend ein konzeptionelles Paradigma, wie eine Risikobewertung durchgeführt werden muss und zu verstehen ist. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Risikobewertung von Chemikalien unter REACH. „Tools" werden als Werkzeuge oder Instrumente definiert, mit denen das Ausführen einer spezifische Aufgabe oder Funktion verknüpft ist, z.B. experimentelle Protokolle, Computermodelle oder Datenbanken.

Insgesamt wurden 12 Frameworks und 48 Tools ausgewertet, die in weiterer Studien und Projekten erstellt wurden. Die Frameworks wurden anhand von acht Kriterien bewertet, die unterschiedliche Stärken repräsentieren, z. B. ob es sich um spezifische Eigenschaften von Nanomaterialien handelt, ob sie den gesamten Lebenszyklus eines Nanomaterials betrachten und ob sie eine sorgfältige Planung und Priorisierung vor der Risikobewertung beinhalten.

 

 

Original-Veröffentlichung

Hristozov, D., S. Gottardo, E. Semenzin, A. Oomen, P. Bos, W. Peijnenburg, M. van Tongeren, B. Nowack, N. Hunt, A. Brunelli, J. J. Scott-Fordsmand, L. Tran, A. Marcomini (2016). "Frameworks and tools for risk assessment of manufactured nanomaterials." Environ Int 95: 36-53. DOI: 10.1016/j.envint.2016.07.016.

 

 

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