Als Reaktion auf die Pressemitteilung vom 21.10.2009 des Umweltbundesamtes zu Risiken durch Nanotechnologie hat sich  Harald Krug, EMPA, St. Gallen, CH sehr kritisch geäußert. "Warum wird völlig außen vor gelassen, dass es seit mehr als 8 Jahren Programme gibt, die sich mit den möglichen Folgen der Nanotechnologie beschäftigen?", fragt er in einer offenen Mail. Zahlreiche Projekte und umfassende Studien, die vor allem im BMBF-geförderten Projekt NanoCare durchgeführt wurden, hätten bisher bei den getesteten Nanomaterialien keine gesundheitlichen Bedenken ergeben. Zudem sei die vom Umweltbundesamt verlangte Kennzeichnungspflicht für Kosmetika bereits durch die EU beschlossen. Die Nanotechnologie habe gerade nicht die Fehler der Vergangenheit wiederholt, sondern bereits während der Entwicklung der neuen Materialien und neuen Technologien gleichzeitig die Risikoforschung etabliert und den Austausch mit der Öffentlichkeit gesucht.

 

Prof. Dr. Harald F. Krug ist Abteilungsleiter für Materials-Biology Interactions am EMPA in St. Gallen, Schweiz. Er arbeitete davor bis 2007 am Forschungszentrum Karlsruhe, Institut für Toxikologie und Genetik. Er ist einer der weltweit führenden Experten im Bereich der Toxikologie von Nanomaterialien.

 

Pressemitteilung des Umweltbundesamts. Versuch einer Berichtigung 

 

 

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