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Nanomaterialien fallen unter die EU-Chemikalienverordnung REACH und die Risikobewertung soll als Einzelbewertung je Stoff erfolgen. Das ist der Tenor der Mitteilung zur zweiten Überprüfung der Rechtsvorschriften zu Nanomaterialien, die die EU-Kommission am 3. Oktober 2012 veröffentlicht hat.

 

In der Mitteilung werden die Pläne zur Verbesserung der EU-Rechtsvorschriften und deren Anwendbarkeit vorgestellt, mit denen für den sicheren Umgang mit Nanomaterialien gesorgt werden soll. Das begleitende „Arbeitsdokument zu Arten und Gebrauch von Nanomaterialien einschließlich bekannter Risiken“ bietet einen detaillierten Überblick über die verfügbaren Informationen zu Nanomaterialien, die zurzeit auf dem Markt sind, einschließlich deren Vorteile und Risiken

Ausgehend vom jetzigen Kenntnisstand und den Gutachten der Wissenschaftlichen Ausschüsse und Beratungsgremien der EU sowie unabhängiger Risikobewerter ähneln Nanomaterialien normalen Chemikalien/Stoffen insofern, als sich unter ihnen toxische und nicht toxische befinden.

  • Mögliche Risiken sind mit bestimmten Nanomaterialien und spezifischen Verwendungsarten verbunden und lassen sich nur schwer verallgemeinern. Daher erfordern Nanomaterialien eine Risikobewertung, die fallweise und auf der Grundlage belastbarer Informationen erfolgen muss. Derzeit verfügbare Methoden der Risikobewertung können angewandt werden, auch wenn bestimmte Aspekte der Risikobewertung noch einer Weiterentwicklung bedürfen
  • Die EU-Chemikalienverordnung REACH (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemical substances) bietet den bestmöglichen Rahmen für das Risikomanagement von Nanomaterialien, allerdings wird die Änderung einiger Anhänge unter REACH notwendig und auch die Registrierung (nach 2013) über die ECHA (engl : european chemical agency) bedarf einer Weiterentwickelung
  • Die EU-Definition von Nanomaterialien wird in die EU-Rechtsvorschriften an zweckmäßigen Stellen übernommen. Derzeit arbeitet die Kommission an Methoden für den Nachweis, die Messung und die Überwachung von Nanomaterialien sowie an deren Validierung, um eine ordnungsgemäße Umsetzung der Definition zu gewährleisten.
  • Um Informationen über Nanomaterialien leichter zugänglich zu machen, wird die Kommission eine Web-Plattform einrichten, die Hinweise auf alle verfügbaren einschlägigen Informationsquellen enthält, darunter auch nationale oder branchenbezogene Register.

 

Im begleitenden „Arbeitsdokument zu Arten und Gebrauch von Nanomaterialien einschließlich bekannter Risiken“ werden die aktuell verfügbaren Informationen zu Nanomaterialien, die zurzeit auf dem Markt sind, einschließlich deren Vorteile und Risiken ausführlich aufgeführt. Abgedeckt werden alle Nanomaterialien, die unter die derzeitige Definition von Nanomaterialien (2011/696/EU) fallen.

Zur Beschreibung der Sicherheitsaspekte wurde neben den europäischen Quellen ENRHES Report und EU-OSHA hier als einzige nationale Informationsquelle die DaNa-Wissensbasis (Seiten 43-62) herangezogen, deren Informationen zu insgesamt 13 verschiedenen Materialien in dem Bericht wiederzufinden sind.


Die Dokumente zum Download als pdf :
Zweite Überprüfung der Rechtsvorschriften zu Nanomaterialien
Arbeitsdokument zu Arten und Gebrauch von Nanomaterialien (in englischer Sprache)

 

Weitere Informationen

  • Nähere Information zur Überprüfung von Nanomaterialien (in englischer Sprache)
  • MEMO 12/732 (in englischer Sprache)
  • http://ec.europa.eu/nanotechnology/index_en.html (in englischer Sprache)

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Die Kapitel über Freisetzung, Exposition, Aufnahme und Verhalten von Nanomaterialien im menschlichen Körper und in der Umwelt sowie die Risikobetrachtung geben Ihnen einen Überblick.

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Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert Projekte zum Thema "Nanotechnologien für Mensch und Umwelt". Informationen zu den Fördermaßnahmen finden Sie hier.

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