Glossar

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Begriff Definition
Oberflächendefekte

sind Lücken in einer ansonsten regelmäßigen Anordnung von Atomen. Diese unbesetzten Stellen sind bei einigen Nanomaterialien für außergewöhnliche Eigenschaften wie eine hohe Reaktivität verantwortlich. In vielen Fällen sind Oberflächeneffekte jedoch auch unerwünscht und werden durch Oberflächenbeschichtungen abgedeckt.

Oberflächenladung

Ist die elektrische Ladung an der Berührungsfläche der Nanopartikel-Oberfläche mit einer polaren Flüssigkeit, wie z.B. Wasser. Die im Wasser enthalten positiven und negativen Ionen interagieren mit der Oberfläche der Partikel. Überwiegt z.B. die Zahl der positiven Ionen die Zahl der negativen Ionen, so ist die Oberflächenladung positiv. Da eine direkte Messung der Oberflächenladung von Partikeln messtechnisch schwierig ist, wird das Zetapotenzial als Hilfsgröße für die Oberflächenladung berechnet.

Oberflächenmodifikation

Sind chemische Veränderungen auf den Oberflächen von Nanomaterialien, welche üblicherweise eingesetzt werden, um Nanomaterialien nach außen bestimmte, verbesserte Eigenschaften zu verleihen, z.B. verbesserte Löslichkeit, Beständigkeit gegenüber UV-Licht oder Kratzfestigkeit.

Organell

Innerhalb einer (eukaryontischen) Zelle befindlichen funktionellen Systeme, die von einer Lipidmembran umschlossen sind, z.B. Mitochondrien, Chloroplasten, Zellkern, Golgi Apparat, Lysosome oder das Endoplasmatische Retikulum.

Oxidativer Stress

Resultiert aus einem Ungleichgewicht zwischen der intrazellulären Produktion freier Radikale und den zellulären Abwehrmechanismen. Das Gleichgewicht zwischen Oxidantien und Antioxidantien kann durch den Anstieg an freien Radikalen oder die Reduktion von antioxidativen Stoffen gestört werden. Oxidativer Stress kann zerstörerische biochemische Reaktionen hervorrufen.
Siehe dazu auch NanoTrust-Dossier 012.