FENOMENO Workshop 2018

Am Mittwoch, dem 21.03.2018, stellten die beteiligten Forscherinnen und Forscher der Universität Siegen und alle Projektpartner des ERA-Net SIINN Projekts FENOMENO in einem Workshop zum Thema Nanomaterialien in der Umwelt ‐ Neue Ansätze zur Analyse und Risikobewertung ihre neuesten Erkenntnissen zum Projekt dem Fachpublikum und der Öffentlichkeit vor. An der offenen Veranstaltung, zu der Prof. Schönherr die eingeladenen Sprecher und das Publikum im Artur Woll Haus der Universität Siegen begrüßte, nahmen u.a. auch Oberstufenschüler, die Biologie- und Chemieleistungskurse an benachbarten Schulen belegen, teil.

 

Funktionale Materialien sind aus vielen tagtäglichen Anwendungen nicht mehr wegzudenken. In den letzten Jahren wurden verstärkt sog. „Nanomaterialien“ entwickelt und angewendet, die aufgrund ganz neuartiger oder stark verbesserter Eigenschaften sinnvolle und nutzbringende Anwendungen u.a. in der Medizin, in Oberflächenbeschichtungen, in Hygieneanwendungen oder aber auch als Katalysatoren und Bestandteil hocheffizienter Solarzellen ermöglichen. Nanomaterialien sind durch eine typische Dimension von weniger als 100 Nanometern charakterisiert (1 Nanometer ist ein milliardstel Meter; ein menschliches Haar ist typischerweise 1000 mal dicker als ein Nanopartikel mit 100 Nanometern Durchmesser).

„Aufgrund ihrer Größe und den daraus resultierenden veränderten chemischen und physikalischen Eigenschaften sind diese Materialien erst interessant, können aber auch möglicherweise ungewünschtes Verhalten zeigen“, so Projektleiter Prof. Holger Schönherr. Welche Auswirkungen aber haben Nanomaterialien nun, wenn sie über Kläranlagen in die Umwelt gelangen? Dieser Frage gehen seit 3 Jahren Forscherinnen und Forscher der Universität Siegen, des Fraunhofer Instituts IME in Schmallenberg, des Limnologischen Instituts Mondsee der Universität Innsbruck in Österreich und der Universität Aveiro in Portugal im interdisziplinären Forschungsprojekt „FENOMENO“ nach (http://www.fenomeno-nano.de). Das Projekt wird im Rahmen des SIINN ERA-NET Programms (http://www.siinn.eu) mit insgesamt 1,1 Millionen Euro gefördert.

 

Der aktuelle Kenntnisstand wurde von anerkannten nationalen Experten, Prof. Schnekenburger (Biomedizinisches Technologiezentrum der Universitätsklinik Münster), Prof. Wiemann, IBE R&D gGmbH (Münster) und Frau Dr. Andrea Haase vom Bundesinstitut für Risikobewertung in Berlin eindrucksvoll erläutert und durch Beiträge aus dem Projekt FEMOMENO und Forschungsergebnisse der RWTH Aachen komplettiert.

 

  • Die vollständige Pressemeldung finden Sie HIER (PDF, 570 KB)

 

 

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