Benetzt man einen Zuckerwürfel mit Kaffee, so wird die Flüssigkeit sofort vom Zucker aufgesogen. Verantwortlich sind Kapillarkräfte, die in den Poren zwischen den Zuckerkristallen auf die Flüssigkeit wirken. Weitgehend unbekannt ist bisher, wie solche Benetzungsvorgänge in porösen Gläsern ablaufen, die eine ungewöhnliche mikroskopische Struktur haben.

Dieser Frage haben sich theoretische Physiker der Universität des Saarlandes um Professor Heiko Rieger zusammen mit Experimentalphysikern von den Universitäten Hamburg und Düsseldorf gewidmet. In Vycor-Glas fanden sie eine besonders komplexe Struktur der Flüssigkeitsgrenzfläche, die sie anhand eines Porennetzwerk-Modells erklären konnten. Die Studie wurde nun im renommierten interdisziplinären Journal Proceedings of the National Academy of Science veröffentlicht. Für die Papierherstellung, die Drucktechnik, die Ölförderung und viele andere Anwendungen ist es wichtig zu verstehen, wie das Aufsaugen von Flüssigkeiten durch poröse Materialien (Imbibition) vor sich geht. 

 

  • Link zur Studie: http://www.pnas.org/content/109/26/10245

 

Fragen beantwortet:

Professor Heiko Rieger
Theoretische Physik
Tel.: 0681 302-3969 und -2423
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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