Spotlight August 2020: Der nanoGRAVUR Gruppierungsansatz

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Im August möchten wir ein Paper des BMBF Projekts nanoGRAVUR vorstellen. nanoGRAVUR beschäftigte sich 2015-2018 mit der Gruppierung nanostrukturierter Materialien hinsichtlich Arbeits-, Verbraucher- und Umweltschutz und Risikominimierung. Dieser Ansatz wird nun von den Projektpartnern in diesem Paper beschrieben.

 

Bei der Vielfalt an synthetischen Nanomaterialien und die zudem auch in zahlreichen Modifikationen (Unterschiede in der Größe, Form, chemischer Zusammensetzung und Oberflächenfunktionalisierung) vorkommen, ist der Aufwand zur Untersuchung von Effekten und Verhalten im Rahmen regulatorischer Anforderungen enorm. Bei der Variabilität der möglichen Wirkungen ist es nahezu unmöglich, das potentielle Risiko für jedes Nanomaterial im Einzelfall zu prüfen. Gruppierung oder Analogie zielt nun darauf ab, durch die Identifikation bestimmter Eigenschaften oder Parameter eine verlässliche Vorhersage über Gefährdungen durch Nanomaterialien einer Gruppe ohne zusätzliche Testung zu erlauben.

Für jeden der drei unterschiedlichen Bereiche der Arbeits-, Verbraucher- und Umweltsicherheit können sich unterschiedliche Gruppen ergeben, die sich jedoch auf einen harmonisierten Satz von Materialeigenschaften mit spezifischen Analysemethoden, Deskriptoren und Bereichen stützen. Der Nachweis des Konzepts wird in dieser Veröffentlichung durch quantitative Daten zu 34 Fallstudien erbracht.

 

Original-Veröffentlichung:

Wohlleben, W, Hellack, B, Nickel, C, Herrchen, M, Hund-Rinke, K, Kettler, K, Riebeling, C, Haase, A, Funk, B, Kühnel, D, Göhler, D, Stintz, M, Schumacher, C, Wiemann, M, Keller, J, Landsiedel, R, Broßell, D, Pitzko, S, Kuhlbusch,T (2019), The nanoGRAVUR framework to group (nano)materials for their occupational, consumer, environmental risks based on a harmonized set of material properties, applied to 34 case studies. DOI 10.1039/c9nr03306h

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