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Wie viele und welche Arzneimittel sind (der Bundesregierung) bekannt, die Nanomaterialien enthalten?

Die Anzahl der Arzneimittel, die nach Angaben im Zulassungsverfahren Nanomaterialien enthalten, ist noch sehr gering. Dazu zählen Arzneimittel für die Behandlung von

  • Tumorerkrankungen (z.B. Caelyx, Mepact, Abraxane, Rapamune, Renagel)
  • Chronischer Hepatitis (z.B. PegIntron, Pegasys)
  • Acromegalie (z.B. Somavert)
  • Multipler Sklerose (z.B. Copaxone)
  • Febriler Neuropathie (z.B. Neulasta)
  • Morbus Crohn (z.B. Cimzia)
  • Altersabhängiger Makuladegeneration (AMD) (z.B. Macugen)
  • erhöhter LDL-C Werte und Typ 2 Diabetes (z.B. Welchol)
  • MRT-Kontrastmittel (In-vivo-Diagnostik) mit Eisenoxid-Nanopartikeln (z.B. Feridex)
  • parenterales Eisen (z.B. Cosmofer, Ferrlecit)

 

Daneben werden von verschiedenen Autoren auch Arzneimittel, die Moleküle und Partikel im nanoskaligen Bereich enthalten, genannt:

  • Liposomen (Caelyx, Myocet)
  • Polymer-Protein-Konjugate (PegIntron, Somavert)
  • Polymere Substanzen (Copaxone)

Quelle : Deutscher Bundestag, Bundesdrucksache 17/3771.

Befinden sich Nanopartikel in Grippeimpfstoffen?

Vakzine enthalten in der Regel keine synthetischen Nanopartikel, sie können aber in Komplexe in Nanogröße eingebaut sein, um die Wirksamkeit zu verbessern. Ein Beispiel ist der Grippeimpfstoff Inflexal® V, in dem Bestandteile von Grippeviren in Partikel verpackt sind die aus Fetten bestehen, sogenannten Liposomen. Solche Liposomen werden in der Medizin unter die Nanomedikamente gerechnet (siehe dazu auch Querschnittstext Nanomedizin).

Anmerkung: Inflexal V ist in Deutschland seit 2002 zugelassen: https://www.pei.de/DE/arzneimittel/impfstoffe/influenza-grippe/influenza-node.html

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