Viele Unternehmen preisen ihre Waren als „Nano“-Produkte an, weil Nanotechnologie angesagt ist. So bieten beispielsweise Softwarefirmen „Nanotools“ an, kleine Zusatzprogramme, die bestehende Software den speziellen Bedürfnissen der Computernutzer anpasst. Das Auto des indischen Fahrzeugherstellers Tata „Nano“ heißt so, weil es besonders klein ist. Autowaschstraßen werben mit „Nanopolierwachs“. Sehr feine Substanzen sollen dem Lack einen besonderen Glanz verleihen.

Aber nicht immer kommen dabei tatsächlich Nanomaterialien zum Einsatz! Bislang ist weder geregelt, unter welchen Bedingungen freiwillig mit „Nano“ geworben werden darf, noch wann die Verwendung von Nanomaterialien verbindlich gekennzeichnet werden muss (mit Ausnahmen im Kosmetik- und im Lebensmittelrecht, die beschlossen sind und 2013 bzw. 2014 eingeführt wurden).

Nicht in allen Fällen werden Produkte unbedingt fälschlicherweise als „nano“ angeboten. Denn Industrie und Entwicklung experimentieren bereits seit Jahren mit kleinteiligen Produkten, ohne sie unbedingt systematisch entwickelt zu haben. So gibt es beispielsweise schon eine ganze Weile Sonnenschutzcremes, in denen Titandioxid in besonders feiner Pulverform als physikalischer Sonnenschutz eingesetzt ist. Seit 2013 ist dies auf der Verpackung mit "Titandioxid (nano)" gekennzeichnet.