Aluminium kommt als natürlicher Bestandteil in Trinkwasser und anderen Lebensmitteln, insbesondere in Früchten und Gemüse, als Aluminiumsalze vor. Sie werden von Verbrauchern hauptsächlich über die Nahrung aufgenommen. Beim Menschen ist die Aufnahme aus dem Magen-Darm-Trakt gering, sie beträgt maximal 1 %.

 

Vom gemeinsamen Expertengremium für Lebensmittelzusatzstoffe der Welternährungsorganisation (FAO) und der WHO (JECFA) und dem wissenschaftlichen Lebensmittelausschuss der EU-Kommission (SCF) wurde 1989 ein vorläufiger, tolerierbarer wöchentlicher Aufnahmewert in Höhe von 7 mg/kg Körpergewicht für die Gesamtaufnahme von Aluminium(ionen) aus Lebensmitteln, einschließlich Aluminiumsalzen in Lebensmittelzusatzstoffen abgeleitet [3,4].

Erst sehr viel höhere Dosen führen zu Vergiftungen. Nach Verschlucken von Al2O3 liegt die Toxizität (LD50) bei 5 g/kg Körpergewicht (Ratte) [1]. Das heißt, ein erwachsener Mensch mit 70 kg Körpergewicht müsste also mind. 350 g Al2O3 zu sich nehmen. Ernsthafte Störungen, wie Schleimhautreizungen, treten aber schon beim Verschlucken von 4 g auf. Aluminiumoxid ist über den Magendarmtrakt nur wenig resorbierbar. Aluminiumverbindungen werden hauptsächlich über die Nieren ausgeschieden [2].

 

Literatur arrow down

  1. Chemikalienlexikon.de: Sicherheitsdatenblatt Aluminium (Stand 2010)
  2. BFR-Stellungnahme Nr.33/2007: „Keine Alzheimer-Gefahr durch Aluminium aus Bedarfsgegenständen“.
  3. Joint FAO/WHO Expert Committee on Food Additives (JECFA) (1989). Toxicological evaluation of certain food additives and contaminants. WHO Food Additives Series 24: 113-154.
  4. World Health Organisation (WHO) (2011). Guidelines for drinking-water quality, fourth edition. ISBN: 978 92 4 154815 1

 

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