Die Inhalation von feinstem Aluminiumoxidstaub kann zu Entzündungen der Lunge führen.

 

Eine dauerhafte Exposition mit Aluminiumoxiden kann zu Schädigungen der Lunge, einer Aluminium(oxid)staublunge (Aluminose) führen. Unter einer Aluminose versteht man die krankhafte Veränderungen der Lunge, die durch eine chronische Exposition gegenüber Aluminiumrauch bzw. Aluminiumoxidstaub (da reines Aluminium an Luft sofort oxidiert und dadurch mit einer hauchdünnen Aluminiumoxidschicht überzogen ist, handelt es sich also um Aluminiumoxid-Partikel) entstehen kann. Die Aluminose gehört zu den Pneumokoniosen und ist eine entschädigungspflichtige Berufskrankheit.

Arbeiter in der aluminiumpulververarbeitenden Industrie oder Schweißer in der Automobilindustrie müssen daher geeigneten Atemschutz tragen. Beim Ab- und Umfüllen der Pulver sollte eine Staubentwicklung vermieden werden. Für gute Belüftung/Absaugung am Arbeitsplatz ist ebenfalls zu sorgen. Die maximale Arbeitsplatzkonzentration (MAK-Wert) an Aluminiumoxide darf 1,5 mg/m3 (alveolengängige Fraktion) betragen.

 

Literatur arrow down

  1. DocCheck Flexikon (DE): Aluminose (Stand letzter Zugang: Dez 2010).
  2. BAuA Schriftenreihe (1994). Arbeitsmedizinische Untersuchungen zur Belastung und Beanspruchung in der aluminiumpulverherstellenden Industrie. 1. Auflage. Bremerhaven: Wirtschaftsverlag NW Verlag für neue Wissenschaft GmbH 1994, ISBN: 3-89429-551-1.
  3. Kraus, T et al. (2000), Int Arch Occup Environ Health, 73(1): 61-64.
  4. Chemikalienlexikon.de: Sicherheitsdatenblatt Aluminium (Stand 2010).

 

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