Nur nach Gabe sehr hoher Dosen an Bariumsulfat (BaSO4) entsteht in den Zellen Stress und dieser beeinflusst die Vitalität negativ.

 

In vitro Experimente im Projekt NanoCare mit menschlichen Lungenzellen haben gezeigt, dass erst ab einer sehr hohen Dosis von 50 µg Partikeln pro cm2 Zellrasen diese Zellen unter Stress stehen und dass dann deren Vitalität abnimmt. Diese Dosis liegt nicht nur weit über einer natürlichen Exposition sondern auch über derjenigen, die durch sachgemäßen Gebrauch des Bariumsulfats entsteht. Bei Untersuchungen mit zehn verschiedenen Zelllinien unterschiedlicher Herkunft mit bis zu 10 µg Partikeln pro cm2 Zellrasen zeigten nur embryonale Bindegewebszellen aus Mäusen eine verminderte Zellvitalität und Stress. In allen anderen Zelllinien verursachte BaSO4 keine zellschädigenden Effekte [1].

Ergänzend zu einfachen Kultursystemen mit nur einer Zelllinie wurden im Projekt NanoCare auch komplexe sog. Kokultursysteme verwendet. Mit Hilfe solcher Systeme kann die in vivo Situation im Körper besser dargestellt werden, weil das Zusammenspiel der Zellen simuliert wird. Bariumsulfat-Partikel lösten in diesen Systemen keine biologischen Effekte aus, die Zellen blieben vital.

Mit Hilfe des sogenannten Vektor-Models, das einige der elementaren Zellfunktionen abbildet [2], konnten Partner des NanoCare-Projektes zeigen, dass von allen getesteten Materialien BaSO4 die geringsten Auswirkungen zeigt. Eine Konzentration von mehr als 120 µg Partikeln pro 106 Fresszellen (damit sind die Zellen vollkommen überladen) führte zu einer Schädigung der Zellen, wobei auch bei dieser ultrahohen Dosis keine Reaktiven Sauerstoffspezies (ROS) in den Zellen detektiert wurden.

 

Literatur arrow down

  1. NanoCare 2009, Final Scientific Report, ISBN 978-3-89746-108-6. (PDF-Dokument, 19 MB)
  2. Bruch, J et al. (2004), Int J Hyg Environ Health, 207(3): 203-216.

 

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