Werden Cerdioxid Nanopartikel über den Magen-Darm-Trakt verabreicht, lösen sie keine negativen gesundheitlichen Effekte aus, sondern können sogar den Körper gegen induzierte oxidative Schädigungen schützen.

 

© ag visuell / Fotolia.comIn den vergangenen Jahren wurden verschiedene Experimente zur Aufnahme von Cerdioxid über den Magen durchgeführt. Diese sollte zeigen, ob das Material im Organismus schädigende Effekte verursachen könnte, sollte es über die Nahrung in unseren Körper gelangen. Die meisten der Studien fanden keine gesundheitlich relevanten Folgen einer solchen Behandlung. Sehr genaue Analysen konnten dabei mit radioaktiv markiertem Cerdioxid gemacht werden, das im Körper sehr leicht nachzuweisen ist. Sehr kleine CeO2 Partikel mit einem Durchmesser von nur 7 nm wurden überhaupt nicht vom Darmepithel aufgenommen. 90% der verabreichten Partikel verließen den Körper über den Stuhl bereits nach einem Tag, der Rest folgte innerhalb der nächsten zwei Tage, so dass nach drei Tagen praktisch alles wieder ausgeschieden worden war. Wenn das Cerdioxid stark überdosiert wurde, konnte nur eine extrem kleine Menge von 10 Milliardstel im Blut nachgewiesen werden [1, 2].

 

Durch Versuche mittels intravenöser Injektion konnte gezeigt werden, dass sich direkt in den Körper gegebenes Cerdioxid in der Leber und der Milz anreichert, während in Gehirn und Herz keine Partikel nachweisbar sind. Das injizierte Cerdioxid konnte wie auch schon das über das Futter verabreichte die schädliche Wirkung eines Lebergiftes vermindern, hatte selbst jedoch keine negativen Folgen für das Tier.

 

Interessant ist das Ergebnis einer weiteren Untersuchung in Fischen, bei der verschiedene Formen der Nanopartikel aus Cerdioxid in ihrer Wirkung verglichen wurden. Das Resultat war auch hier eindeutig, die runden Nanopartikel lösten keine gefährdenden Effekte aus, während die längsten untersuchten Stäbchen durchaus in der Lage waren, eine Entzündungsreaktion hervorzurufen [3].


Eine Studie in Ratten hat im Gegensatz zu den anderen Studien durchaus eine Reaktion in den Tieren gefunden. Verabreichung relativ großer Mengen im akut-toxischen Test haben eine sehr leichte DNA-schädigende Wirkung gezeigt, jedoch nur in den höchsten Dosierungen von 1000 mg/kg Körpergewicht und diese ging nach 48 Stunden Behandlung auch wieder zurück. In der Vergleichsstudie mit wiederholter Verabreichung über 28 Tage waren deutlichere Effekte zu erkennen, allerdings auch hier nur bei den hohen Dosierungen [4,5].

 

 

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  1. He, X. et. al. (2010), Nanotechnology, 21(28): 285103 
  2. Hirst, S.M. et. al. (2013), Environ Toxicol, 28(2): 107-118
  3. Lin, S . et. al. (2014), ACS Nano, 8(5): 4450-4464
  4. Kumari, M. et. al. (2014a), Mutat Res, 775-7767-19
  5. Kumari, M. et. al. (2014b), Mutagenesis, 29(6): 467-479

 

 

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