Nach direkter Gabe von Cerdioxid in den Körper durch Injektion konnten Beeinträchtigungen im Organismus nur bei sehr hohen Konzentrationen beobachtet werden.

 

Nur wenige Studien existieren, die Cerdioxid nach intravenöser Injektion untersucht haben [1-4]. Auch wenn das Cerdioxid direkt in den Körper verabreicht wird, wird es großenteils wieder über den Stuhl ausgeschieden. Allerdings verbleibt weit mehr im Körper, als bei einer vergleichbaren Verabreichung über das Futter. Cerdioxid wird, wie alle anderen Fremdstoffe auch, zumeist in der Leber und in der Milz wieder gefunden, dies gilt für alle Studien, die hier aufgeführt wurden [1-4]. Nur wenig wurde in der Niere oder der Lunge gefunden, unter der Nachweisschwelle war das Cerdioxid im Gehirn und im Herz. In einer der Studien konnte ein interessanter Befund festgestellt werden, eine Behandlung mit dem Lebergift Tetrachlorkohlenstoff (CCl4) und Cerdioxid zeigte, dass das Cerdioxid eine schützende Wirkung besitzen kann, indem es die oxidativen Schäden durch das CCl4 durch seine anti-oxidative Wirkung erheblich reduzieren konnte. Hier zeigte sich also eher ein positiver Effekt durch die Cerdioxid Nanopartikel [1].

In den anderen Studien konnte sowohl für kleine (5 nm) [2, 3] als auch für größere (30 nm) Nanopartikel [4] ein oxidativer Schaden in der Leber und teilweise auch in anderen Organen beobachtet werden. Dieser war zwar nicht besorgniserregend, aber deutlich vorhanden. Es muss hier aber deutlich darauf hingewiesen werden, dass im Gegensatz zur Studie von Hirst und Kollegen [1], die eine Gesamtdosis von 0,5 mg/kg Körpergewicht verabreicht haben, die anderen drei Studien mit Konzentrationen von 85 – 100 mg/kg Körpergewicht enorm hohe Dosierungen eingesetzt haben. Daher verwundert es nicht, dass bei einer solch hohen Belastung der Leber durch direkte Injektion des Materials in den Blutkreislauf auch negative Effekte auftreten konnten.

 

 

Literatur arrow down

  1. Hirst, S.M. et. al. (2013), Environ Toxicol, 28(2): 107-118
  2. Hardas, S.S. et. al. (2012), Neurotoxicology, 33(5): 1147-1155
  3. Tseng, M.T. et al. (2012), Toxicol. Appl. Pharmacol., 260(2): 173-182
  4. Yokel, R.A. et. al. (2012), Toxicol Sci, 127(1): 256-268

 

 

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