Ob und in welcher Form, als Agglomerate oder als Einzelmoleküle, die Fullerene die Luft-Blut-Schranke überwinden, ist bis heute noch nicht final geklärt.

 

Oberflächen-modifizierte Fullerene werden im Folgenden nicht berücksichtigt.

Zum Beispiel besteht für bei Verbrennungsprozessen entstandene Fullerene die Möglichkeit, dass diese Partikel, ähnlich wie andere natürliche oder synthetische Nanopartikel als Aerosol inhaliert werden. Allerdings sind die bei einer Verbrennung ungewollt entstandenen Mengen an Fullerenen sehr gering [1].

Neben einzelnen freien Fullerenen können auch nanoskalige und bis zu 1 Mikrometer große Fulleren-Aggregate in die Lunge aufgenommen werden [2]. Die Effizienz des Selbstreinigungsprozesses der Lunge scheint artspezifisch zu sein, da hier signifikante Unterschiede zwischen Maus und Ratte beobachtet werden konnten [2,3]. Instillationsversuche von Fullerenen in Ratten zeigten eine leichte, vorübergehende Entzündungsreaktionen, jedoch keine Genotoxizität [4-8].

Basierend auf den bestehenden Erkenntnissen anderer kohlenstoffbasierter Nanomaterialien ist es für Fullerene grundsätzlich möglich, die Luft-Blut-Schranke zu überqueren. Allerdings geschieht dies nur in geringsten Mengen (unterhalb der Nachweisgrenze der heuten Analytik) [5-7].

 

Literatur arrow down

  1. Utsunomiya, S et al. (2002), Environ Sci Technol, 36(23): 4943-4947.
  2. Sayers, BC et al. (2016), Nanotoxicol 10(10):1458-1468 
  3. Sayers, BC et al. (2016), Toxicol 339:87-96 
  4. Morimoto, Y et al. (2010) P&FT 7:4
  5. Fujita, K et al. (2009) Toxicol 258:47-55 
  6. Fujita, K et al. (2010) Toxicol 274:34-41 
  7. Park, EJ et al. (2010) TAAP 244:226-233 
  8. Ema, M et al. (2012), Reg Toxicol Pharmacol, 6:419-424 

 

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