Über die Aufnahme von Kohlenstoff-Nanoröhrchen (CNTs) aus dem Blut ins Gehirn über die sogenannte Blut-Hirn-Schranke ist bislang sehr wenig bekannt (vgl. Querschnittsthemen – Nanopartikel an der Blut-Hirn-Schranke).

 

Eine einzige Studie hat bisher gezeigt, dass unveränderte, wasserunlösliche Kohlenstoff-Nanoröhrchen in geringen Mengen im Gehirn nachgewiesen werden können, nachdem sie direkt in die Blutbahn von Versuchstieren gespritzt wurden. Diese Beobachtung deutet darauf hin, dass Kohlenstoff-Nanoröhrchen unter bestimmten Bedingungen die Blut-Hirn-Schranke passieren können [1].Preparation of injectable medicines. © sudok1 / fotolia.com

 

Allerdings wurde bislang noch keine Bestätigung dieser Studie für dieses Verteilungsverhalten veröffentlicht, in welcher zudem eine relativ große Dosis an CNTs eingesetzt wurde und auch die Untersuchung des Hirngewebes nicht genau beschrieben wurde. Es ist durchaus denkbar, dass kleine Bündel der CNTs in den Hirnkapillaren feststecken und dadurch dem Gehirn zugeordnet werden, obwohl sie die Gefässe gar nicht verlassen haben.

Hier muss noch abgewartet werden, ob andere Studien dieses Verhalten bestätigen und unter welchen genauen Bedingungen der Übertritt von Kohlenstoff-Nanoröhrchen aus dem Blut in das Gehirn möglich ist. Daraus könnten sich durchaus positive (z.B. Medikamentengabe im Gehirn) aber auch negative Auswirkungen (z.B. Zelltod, Hirnschädigung) ergeben, was allerdings noch genauer untersucht werden muss.

 

 

 

 

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