Epidemiologische Studien, die sich explizit mit nanoskaligen Titandioxid (TiO2) Partikeln beschäftigen, gibt es zur Zeit nicht. Umfangreiche Studien der letzten Jahre zu Titandioxid zeigten jedoch, dass für Beschäftigte in der Titandioxidproduktion kein erhöhtes Lungenkrebsrisiko besteht.

 

Die Studien lieferten keine Hinweise auf eine erhöhte Gefahr für die Mitarbeiter in der Produktion, an Lungenkrebs oder anderen Krebsarten zu erkranken. Auch die Sterblichkeitsrate war nicht erhöht [1,2].

Arbeitsplatzexpositions-Studien im Rahmen des Projektes NanoCare zeigten, dass beim Abfüllen von TiO2-Pulver hauptsächlich Partikel freigesetzt werden, die größer als 450 nm sind. Es handelt sich hierbei also nicht um Nanopartikel [3].

Lebenszyklus und moegliche Freisetzungspfade von Titandioxid. © Kuhlbusch et al., UBA-Studie.Lebenszyklus und moegliche Freisetzungspfade von Titandioxid. © Kuhlbusch et al., UBA-Studie.

 

Literatur arrow down

  1. Ellis, ED et al. (2010), J Occup Environ Med, 52(3): 303-309.
  2. Wild, P et al. (2009)."Lung Cancer and Exposure to Metals: The Epidemiological Evidence", in Cancer Epidemiology. vol. 472, Verma, Humana Press, pp. 139-167. ISBN:978-1-60327-491-3
  3. NanoCare 2009, Final Scientific Report, ISBN 978-3-89746-108-6. (PDF-Dokument, 19 MB).
  4. Kuhlbusch, T. (Okt 2010). Emissionen von Nanopartikeln aus ausgewählten Produkten in ihrem Lebenszyklus. UBA-Studie, Umweltbundesamt, ISSN 1862-4804.

 

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