Da Zinkoxid (ZnO) -Nanopartikel als UV-Schutz in Sonnencremes und Kosmetika eingesetzt werden, ist die Kenntnis, ob diese Partikel über die Haut aufgenommen werden, sehr wichtig.

 

Die Größe der ZnO-Partikel, die für Sonnenschutzmittel verwandt werden, liegt zwischen 20 bis 60 nm. Die sehr kleinen ZnO-Nanopartikel werden jedoch vor der Zugabe zu den Sonnenschutzmitteln zusätzlich mit Silizium- oder Aluminiumoxid beschichtet. Sie ballen sich anschließend zu Verbünden (Aggregaten) einer Größe von 200-500 nm zusammen.

Untersuchungen der Industrie als auch unabhängige Studien, die im Rahmen des EU-Projektes NanoDerm durchgeführt wurden, zeigten, dass diese Partikel aus Sonnenschutzprodukten nicht durch die gesunde Haut in den Körper gelangen und somit keine gesundheitlichen Risiken für den Verbraucher bestehen [1,2]. Bisherige Studien wurden jedoch meistens am Tiermodell oder in Zellkulturen durchgeführt.

Eine neue Studie, in der ZnO-haltige Sonnencreme unter realitätsnahen Bedingungen am Menschen getestet wurde, hat nun jedoch kleine Mengen von diesem markierten Zink im Blut und Urin gemessen [3]. Diese war aber nur 1/1000 der im Blut bereits natürlich vorhandenen Zink-Konzentration. Auch ist noch nicht klar, ob Zink als ZnO-Partikel oder als gelöste Zink-Ionen über die Haut aufgenommen wurde.

 

Infos dazu aus dem Bundesgesetz (Stand 2010):

In der Ausgabe des Bundesgesetzblatts Teil I, Nr. 66 vom 22.12.2010 erschien die 56. Verordnung zur Änderung der Kosmetik-Verordnung [4]. Folgender Inhalt ist hier bemerkenswert.

  1. Satz 1 wird wie folgt gefasst: "Die Verwendung von beschichtetem mikrofeinem Zinkoxid bis zu einer Höchstmenge von 25 % als UV-Filter ist bis zum Ablauf des 31. Dezember 2011 gestattet."
  2. Nach Satz 1 wird folgender Satz 2 eingefügt: "Eine Verwendung in treibmittel-basierten Sprays ist nicht gestattet."

 

Literatur arrow down

  1. EU Projekt NanoDerm (Stand letzter Zugang: Jan 2011).
  2. BfR Stellungnahme Nr. 037/2010 (18.06.2010). Sonnenschutzmittel: Zinkoxid als UV-Filter ist nach derzeitigem Kenntnisstand gesundheitlich unbedenklich. (PDF-Dokument).
  3. Gulson, B et al. (2010), Toxicol Sci, 118(1): 140-149.
  4. Bundesgesetzblatt (2010). Jahrgang 2010 ,Teil I - Nr. 66 vom 22.12.2010.

 

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