Zinkoxid Nanopartikel sind positiv geladen und gehören zu den löslichen Nanopartikeln. Sie zeigen eine hohe Agglomerationsneigung und neigen zur Auflösung, d.h. neben den eigentlichen Partikeln befinden sich in einer wässrigen Lösung auch immer gelöste Zink-Ionen. Die meisten Erkenntnisse zum Verhalten von Zinkoxid Nanopartikeln sind für Boden und Wasser verfügbar, während für das Verhalten in Luft wenig Information vorliegt.

 

In normalem Leitungswasser sind Zinkoxid Nanopartikel wenig stabil und sedimentieren. Bei einem Zusatz von Huminsäure, eine in natürlichen Gewässern vorkommende Substanz, werden die Partikel hingegen stabilisiert und damit ihre Mobilität erhöht. Die Löslichkeit der Nanopartikel hängt von Partikeleigenschaften wie der Größe, aber auch von der Art und Zusammensetzung des umgebenden Milieus ab. Unter Bedingungen, wie sie in einer Kläranlage vorherrschen wird eine vollständige Auflösung der Partikel angenommen. Faktoren wie Umgebungstemperatur und pH-Wert beeinflussen die Agglomeration und die Ionenfreisetzung. Auf die Art der Oberflächenbeschichtungen kann das Löslichkeitsverhalten von Zinkoxidnanopartikeln beeinflussen [1-4,7,8,10-16,19].

 

Zinkoxid Nanopartikel die in Sedimente oder Böden gelangen, werden als wenig mobil eingeschätzt, das bedeutet, sie verbleiben mehr oder weniger am Ort ihres Eintrages in die Umwelt. Phosphate, wie sie im Grundwasser enthalten sind, erleichtern hingegen den Transport von Zinoxid Nanopartikeln [2,5,9,16-18].

Zinkoxid-Nanopartikel sind photokatalytisch aktiv und können zum Abbau von chemischen Substanzen in der Umwelt genutzt werden [6].

 

Zinkoxid Nanopartikel gelten unter Umweltbedingungen als wenig stabil, da sie einer Tendenz zur Auflösung unterliegen. Die Geschwindigkeit des Prozesses wird durch die jeweils vorherrschenden Umweltbedingungen beeinflusst. Aufgrund ihrer Sedimentationsneigung lagert sich ein Großteil der in die Umwelt freigesetzten Zinkoxid Nanopartikel in Sedimenten ab.

 

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